MEDIENSZENE NRW

Funke: Signal für den Wert der Tageszeitungen

12. Juni 2018, red.

Die Funke Mediengruppe hat Ove Saffe zum neuen Geschäftsführer für den Bereich Tageszeitungen berufen. Zuvor war er seit 2015 Geschäftsführer der Funke-Titel Hamburger Abendblatt und Berliner Morgenpost. Saffe leitet die Funke-Gruppe nun gemeinsam mit den Geschäftsführern Michael Wüller und Andreas Schoo.

Funke Mediengruppe | Foto: Uwe Tonscheidt
Funke Mediengruppe | Foto: Uwe Tonscheidt

Der DJV-NRW wertete die Berufung als positives Signal: „Dass jetzt wieder ein gleichberechtigter Geschäftsführer für die Tageszeitungen verantwortlich ist, lässt hoffen, dass die Funke-Mediengruppe ihrem Kerngeschäft wieder einen hohen Stellenwert einräumt“, erklärte der Landesvorsitzende Frank Stach. „Wir setzen darauf, dass Saffe dann auch den Zeitungsredakteurinnen und -redakteuren den Stellenwert einräumt, den sie verdienen.“

Saffes Vorgänger Manfred Braun hatte sich den Beschäftigten gegenüber nicht gerade wohlwollend verhalten, etwa 2013 mit der Entlassung der kompletten Redaktion der Westfälischen Rundschau und anderen Umstrukturierungen. Erst im Dezember 2017 wurde der Funke Fotopool aufgelöst, Fotografinnen und Fotografen mussten sich auf Stellen in der neuen Funke Foto Services GmbH bewerben. Der DJV-NRW hatte wiederholt Grund, den rücksichtslosen Umgang der Geschäftsleitung mit ihren Beschäftigten zu kritisieren.

Eine weitere Funke-Personalie zeigt die fortschreitende Annäherung der Verlagshäuser in NRW: Ende Mai wurde bekannt, dass Dr. Karl Hans Arnold in den Aufsichtsrat der Funke-Gruppe einziehen wird. Entsandt wird er vom Grotkamp-Stamm, der die 66-prozentige Mehrheit an der Gruppe hält. Arnold ist Gesellschafter der Rheinisch-Bergischen Verlagsgesellschaft. Von 2011 bis April 2018 war er Vorsitzender der Geschäftsführung./

 

Eine Meldung aus JOURNAL 3/18, dem Medien- und Mitgliedermagazin des DJV-NRW, erschienen im Juni 2018.

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Verlagsveröffentlichung - Branchenspecial

Aus- und Weiterbildung für Journalisten

Lebenslanges Lernen ist für Journalisten notwendiger denn je – denn kaum eine andere Branche ist derzeit so im Wandel wie der Journalismus. Der DJV-NRW hat aus diesem Grund bereits 2009 ein Bildungsreferat eingerichtet. Damit möchte der Landesverband den Markt der journalistischen Weiterbildung in Nordrhein-Westfalen transparenter machen: zum einen durch einen Überblick über aktuelle Angebote in NRW und zum anderen durch Impulse für neue Seminarthemen.

Die Arbeit des Referates gliedert sich in zwei Schwerpunkte: An erster Stelle steht die Kooperation des DJV-NRW mit Bildungsträgern in Nordrhein-Westfalen. Diese bieten DJV-Mitgliedern Seminare und Workshops zu vergünstigten Konditionen an (ein Überblick findet sich auf der folgenden Seite). Zweitens konzipiert das Bildungs-­referat auch eigene Seminare zu gewerkschaftlichen und berufsspezifischen Themen. „Der DJV-NRW versteht sich dabei ausdrücklich nicht als Konkurrenz zu den Bildungsträgern in Nordrhein-Westfalen“, sagt Bettina Blaß, Bildungsbeauftragte beim DJV-NRW. „Wir beobachten die Veränderungen und Tendenzen im Journalismus und bieten darauf zugeschnittene Seminare an, um unsere Mitglieder fit für die Zukunft zu machen“, erklärt sie.

Weitere Informationen:
Bildungsbeauftragte Bettina Blaß freut sich über Fragen und Anmerkungen zum Thema Weiterbildung.
Tel.: 0221 48535326
E-Mail: bettina.blass@djv-nrw.de

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