MEDIENSZENE NRW

Gleichstellung in den Medien: Die Deutsche Welle hat die meisten weiblichen Führungskräfte

19. Dezember 2018, red.
Cover Studie
Cover Studie

Die Deutsche Welle hat neben dem RBB unter den Rundfunkanstalten die meisten Frauen in Führungspositionen. Das hat die erste Studie zur Gleichstellung im Rundfunk ergeben, die der Verein Pro Quote im November vorgestellt hat. Untersucht wurden die öffentlich-rechtlichen Sender sowie die Mediengruppe RTL und ProSiebenSat.1 als die beiden großen Privatsenderfamilien.

Die Deutsche Welle kommt auf 51,9 Prozent weibliche Führungskräfte, der RBB auf 51 Prozent. Auch WDR (44,6 Prozent), NDR (40,1 Prozent) und ZDF (39,4 Prozent) befinden sich auf dem Weg zu einer ausgeglichenen Teilhabe der Geschlechter in Spitzenpositionen. Die Führungsebenen kleinerer Anstalten wie Radio Bremen (32,2 Prozent), Saarländischer Rundfunk (25,6 Prozent) und Deutschlandradio (24,3 Prozent) sind hingegen noch weitgehend männlich geprägt. Grundlage der Zählung waren die Organigramme von zwölf öffentlich-rechtlichen Sendern, ausgewertet wurden jeweils die vier obersten Hierarchieebenen, aber zum Beispiel nicht Bereiche wie die Verwaltung, das Justiziariat oder die Unternehmenskommunikation.

Für den privaten Rundfunk gab es keine vergleichbaren Organigramme, deswegen sind die ermittelten Werte nicht so aussagekräftig. Auswertungen der öffentlich zugänglichen Informationen über das Top-Management ergaben Frauenanteile von 21,4 Prozent bei der Mediengruppe RTL und 19,8 Prozent bei ProSiebenSat.1.

Die jetzt veröffentlichten Ergebnisse sind der erste Teil der Studie „Welchen Anteil haben Frauen an der publizistischen Macht in Deutschland?“. Im kommenden Jahr soll der zweite Teil der Studie mit einem Fokus auf den Print- und Onlinemedien erscheinen.
Die 80-seitige Studie zum Rundfunk steht als pdf zum Download bereit.||

www.pro-quote.de

Eine Meldung aus JOURNAL 6/18 – dem Medien- und Mitgliedermagazin des DJV-NRW, erschienen im Dezember 2018.

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Lebenslanges Lernen ist für Journalisten notwendiger denn je – denn kaum eine andere Branche ist derzeit so im Wandel wie der Journalismus. Der DJV-NRW hat aus diesem Grund bereits 2009 ein Bildungsreferat eingerichtet. Damit möchte der Landesverband den Markt der journalistischen Weiterbildung in Nordrhein-Westfalen transparenter machen: zum einen durch einen Überblick über aktuelle Angebote in NRW und zum anderen durch Impulse für neue Seminarthemen.

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