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Neue Drittanbieter für RTL

9. August 2018, red.

Vier unabhängige Drittanbieter können in den kommenden fünf Jahren ihr Programm in sogenannten Fenstern bei RTL ausstrahlen. Entsprechende Drittsendelizenzen hat die Versammlung der Niedersächsischen Landesmedienanstalt (NLM) im Juni erteilt. Drei der ausgewählten Produktionsfirmen sitzen in NRW. Neben der dctp aus Düsseldorf, die schon seit 1998 als Drittanbieter bei RTL sendet, kommen drei neue Unternehmen zum Zuge: die Kölner Firma sagamedia, die solisTV mit Sitz in Köln und Berlin sowie die Arriba Media aus Berlin. Beworben hatten sich insgesamt 42 Produktionsfirmen.

Die NLM ist die lizenzgebende Medienanstalt von RTL und entscheidet damit über die Zulassung der Drittanbieter. Die NLM hatte die entsprechenden Sendezeitschienen im Juni 2017 neu ausgeschrieben. Die Drittsendezeiten sollen laut Rundfunkstaatsvertrag die Meinungsvielfalt im Fernsehen sichern. Die RTL Group muss die Fenster für Drittanbieter einrichten, weil ihre Programme (RTL Television, RTL II, RTL Crime, RTL Living, RTL Nitro, RTL Passion, RTL plus, Super RTL, Toggo plus, n-tv, Vov und Geo Television) im Jahresdurchschnitt einen Zuschaueranteil von insgesamt 23,3 Prozent erreichen. Damit überschreiten sie den Schwellenwert von 20 Prozent, der eine Drittsendezeitverpflichtung auslöst.

Die Sendezeit für Alexander Kluges dcpt ist in der neuen Periode deutlich reduziert (35 gegenüber vorher 105 Minuten). Das Magazin „Spiegel TV“, das im Frühjahr seinen 30. Geburtstag feiern konnte, wird seit Juli montagsabends mit 35 Minuten Sendezeit ausgestrahlt (statt bisher 45 Minuten am Sonntagabend). Bisher liefen zwei weitere Formate über dctp: die Kulturreihe „10 vor 11“, die nun eingestellt wurde, und – mit der Hälfte der Sendezeit – das Magazin „Stern TV“. Dieses läuft nun komplett als Auftragsproduktion von RTL.

Für den neuen Drittsendeplatz am Samstagvorabend produziert sagamedia seit Juli das Magazin „Life – Menschen, Momente, Geschichten“. Dienstagsnachts laufen zwei neue Formate: „Die Alltagskämpfer – ÜberLeben in Deutschland“ von solis TV und „Ohne Filter – So sieht mein Leben aus!“ von Arriba Media.||

 

Ein Beitrag aus JOURNAL 4/18, dem Medien- und Mitgliedermagazin des DJV-NRW, erschienen im August 2018.

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Aus- und Weiterbildung für Journalisten

Lebenslanges Lernen ist für Journalisten notwendiger denn je – denn kaum eine andere Branche ist derzeit so im Wandel wie der Journalismus. Der DJV-NRW hat aus diesem Grund bereits 2009 ein Bildungsreferat eingerichtet. Damit möchte der Landesverband den Markt der journalistischen Weiterbildung in Nordrhein-Westfalen transparenter machen: zum einen durch einen Überblick über aktuelle Angebote in NRW und zum anderen durch Impulse für neue Seminarthemen.

Die Arbeit des Referates gliedert sich in zwei Schwerpunkte: An erster Stelle steht die Kooperation des DJV-NRW mit Bildungsträgern in Nordrhein-Westfalen. Diese bieten DJV-Mitgliedern Seminare und Workshops zu vergünstigten Konditionen an (ein Überblick findet sich auf der folgenden Seite). Zweitens konzipiert das Bildungs-­referat auch eigene Seminare zu gewerkschaftlichen und berufsspezifischen Themen. „Der DJV-NRW versteht sich dabei ausdrücklich nicht als Konkurrenz zu den Bildungsträgern in Nordrhein-Westfalen“, sagt Bettina Blaß, Bildungsbeauftragte beim DJV-NRW. „Wir beobachten die Veränderungen und Tendenzen im Journalismus und bieten darauf zugeschnittene Seminare an, um unsere Mitglieder fit für die Zukunft zu machen“, erklärt sie.

Weitere Informationen:
Bildungsbeauftragte Bettina Blaß freut sich über Fragen und Anmerkungen zum Thema Weiterbildung.
Tel.: 0221 48535326
E-Mail: bettina.blass@djv-nrw.de

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