MEDIENSZENE NRW

Neuer Staatsvertrag für das Deutschlandradio

16. Oktober 2017, DJV-NRW

Größere Aufsichtsgremien, mehr Transparenz und eine neue Freienvertretung: Das sind wesentliche Änderungen im neuen Staatsvertrag für das Deutschlandradio, der zum 1. September in Kraft getreten ist. Anlass für die Novelle war das sogenannte ZDF-Urteil des Bundesverfassungsgerichts vom März 2014.

Foto: Deutschlandradio
Foto: Deutschlandradio

Beim Deutschlandradio – mit den drei bundesweiten Programmen Deutschlandfunk, Deutschlandfunk Kultur und Deutschlandfunk Nova – werden die Aufsichtsgremien ab 1. Januar 2019 vergrößert. Der Hörfunkrat wächst von bisher 40 auf 45 Plätze. Dabei sank die Zahl der Mitglieder aus dem staatlichen bzw. staatsnahen Bereich, und neun zusätzliche Verbände können nun Vertreter entsenden. Der Verwaltungsrat hat künftig zwölf Mitglieder, bisher waren es acht. Hier wurden unter anderem zwei zusätzliche Plätze für externe Sachverständige geschaffen.

Nach den neuen Transparenzvorschriften muss die Anstalt künftig im jeweiligen Geschäftsbericht die Einzelgehälter des Intendanten und der Direktoren veröffentlichen – erstmals für 2017. Darüber hinaus muss das Deutschlandradio die Vergütungen der außertariflich bezahlten Beschäftigten publizieren, deren Verträgen der Verwaltungsrat zustimmen muss. Zudem muss die öffentlich-rechtliche Hörfunkanstalt künftig über die wesentlichen Ergebnisse der Sitzungen von Hörfunk- und Verwaltungsrat informieren.

Eine weitere Neuerung gibt es für die freien Mitarbeiter: Für sie muss das Deutschlandradio eine institutionalisierte Vertretung einführen. Der Sender ist verpflichtet, ein Statut für die Freienvertretung auszuarbeiten, dem der Verwaltungsrat zustimmen muss. Anders als etwa beim WDR bekommt der Personalrat des Deutschlandradios damit keine Zuständigkeiten für Freie.

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Verlagsveröffentlichung - Branchenspecial

Aus- und Weiterbildung für Journalisten

Lebenslanges Lernen ist für Journalisten notwendiger denn je – denn kaum eine andere Branche ist derzeit so im Wandel wie der Journalismus. Der DJV-NRW hat aus diesem Grund bereits 2009 ein Bildungsreferat eingerichtet. Damit möchte der Landesverband den Markt der journalistischen Weiterbildung in Nordrhein-Westfalen transparenter machen: zum einen durch einen Überblick über aktuelle Angebote in NRW und zum anderen durch Impulse für neue Seminarthemen.

Die Arbeit des Referates gliedert sich in zwei Schwerpunkte: An erster Stelle steht die Kooperation des DJV-NRW mit Bildungsträgern in Nordrhein-Westfalen. Diese bieten DJV-Mitgliedern Seminare und Workshops zu vergünstigten Konditionen an (ein Überblick findet sich auf der folgenden Seite). Zweitens konzipiert das Bildungs-­referat auch eigene Seminare zu gewerkschaftlichen und berufsspezifischen Themen. „Der DJV-NRW versteht sich dabei ausdrücklich nicht als Konkurrenz zu den Bildungsträgern in Nordrhein-Westfalen“, sagt Bettina Blaß, Bildungsbeauftragte beim DJV-NRW. „Wir beobachten die Veränderungen und Tendenzen im Journalismus und bieten darauf zugeschnittene Seminare an, um unsere Mitglieder fit für die Zukunft zu machen“, erklärt sie.

Weitere Informationen:
Bildungsbeauftragte Bettina Blaß freut sich über Fragen und Anmerkungen zum Thema Weiterbildung.
Tel.: 0221 48535326
E-Mail: bettina.blass@djv-nrw.de

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