Und jetzt: Zurück an die Arbeit!

Editorial
14. Juni 2017, Frank Stach, Landesvorsitzender DJV-NRW

Der mutmaßliche Betrugsfall mit gefälschten Rechnungen hat den DJV-NRW zwei Monate auf Trab gehalten. Inzwischen sind die wesentlichen Schritte geschafft, die Mitglieder haben mir und anderen im Landesvorstand auf dem Gewerkschaftstag das Vertrauen ausgesprochen. Für mich gehört diese Zeit zur anstrengendsten meines Lebens. Zugegeben, da meldet sich auch bei mir manchmal der leise Wunsch, es jetzt auch mal gut sein zu lassen. Aber: Eine solche Haltung hielte ich für fatal!

Was genau ist schiefgelaufen, dass uns der ehemalige Geschäftsführer so hinters Licht führen konnte? Über diese Leitfrage haben wir intern manch harte Diskussion geführt. Das klare Ziel: So etwas darf uns nicht noch mal passieren! Der Landesvorstand hat nach bestem Wissen und Gewissen geantwortet. Wir haben verstanden, dass die gezielten Nachfragen nicht persönlich gemeint waren, sondern Schwachstellen in den Abläufen offenlegen sollten. Da traf manche Frage richtigerweise die Stellen, die immer noch schmerzen. Hätte ich eine andere Rolle im DJV-NRW, ich hätte genauso gehandelt.

Jetzt geht es darum, wieder als Verband zu agieren, der nicht nur mit sich selbst beschäftigt ist. Ich sehe uns da auf einem guten Weg. Die neue Landesregierung aus CDU und FDP hat ihren Koalitionsvertrag vorgestellt. Wir werden den Landespolitikern immer wieder aufzeigen, wo die medienpolitischen Baustellen in NRW liegen.

Etwa in den Kommunen, wo die Medienvielfalt vor die Hunde geht, Gegensteuern ist wichtig.Wie kann man in einer von den Medien verlassenen Gemeinde neue journalistische Impulse setzen? Dazu schwebt mir ein Modellprojekt vor. Wir brauchen ein klares Bekenntnis zum digitalen Wandel, auch im öffentlich-rechtlichen Rundfunk. Dieser Wandel muss finanziert werden. Auskömmlich bezahlt werden müssen auch Medienschaffende, ob angestellt oder frei. Da geht es nicht, dass sich immer mehr Verleger aus der Tarifbindung schleichen. Und, und, und.

Der DJV in NRW ist wieder auf Kurs. Wir klären alles Erforderliche zum mutmaßlichen Betrugsfall, aber er wird unser Tagesgeschäft nicht mehr dominieren. Kein Schlussstrich, sondern Konzentration auf das Wichtige. Zurück an die Arbeit!

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Verlagsveröffentlichung - Branchenspecial

Krankenkassen- und Krankenversicherungen

Die Branche der Krankenkassen und -versicherungen ist durch eine Vielzahl unterschiedlicher Unternehmen gekennzeichnet. Allein in Nordrhein-Westfalen sind rund 60 gesetzliche Krankenkassen tätig.

Wichtigste Unterscheidung in der Branche ist die nach gesetzlichen Krankenkassen und privaten Krankenversicherungen. Die meisten Menschen, nämlich rund 75 Millionen bundesweit, sind über die
gesetzlichen Kassen versichert. Diese wiederum haben sich zum Spitzenverband der gesetzlichen Krankenkassen (GKV-Spitzen­verband) zusammengeschlossen (➝ www.gkv-spitzenverband.de). Unter ihnen lassen sich ferner Allgemeine Ortskrankenkassen (AOK), Betriebskrankenkassen (BKK), Innungskrankenkassen (IKK), Ersatzkassen, Knappschaft und die Landwirtschaftliche Krankenkasse (LKK) unterscheiden. Die Wahl der Krankenkasse ist heute nach § 175 SGB V grundsätzlich frei – berufs- und betriebsunabhängig.
Größte gesetzliche Krankenkasse in Nordrhein-Westfalen ist die AOK Rheinland/Hamburg mit Sitz in Düsseldorf mit aktuell 2,9 Mio.
Versicherten und mehr als 100 Geschäftsstellen. (➝ www.aok.de/rheinland-hamburg). Die ebenfalls in NRW (und Schleswig-Holstein) tätige AOK NORDWEST betreut rund 2,8 Mio. Versicherte in über
180 Geschäftsstellen (➝ www.aok.de/nordwest).
Fast ein Drittel der Bevölkerung ist bei den in NRW tätigen Ersatzkassen versichert (TK, BARMER GEK, DAK Gesundheit, hkk, KKH Allianz, HEK), die allein in NRW rund 6,2 Mio. Versicherte betreuen. Dach­verband ist der Verband der Ersatzkassen e. V. (vdek) (➝ www.dvek.de/ Bereich „Landesvertretungen“). Eine weitere große Gruppe sind die rund 25 Betriebskrankenkassen, die im Lande tätig sind – mit mehr als zwei Millionen Mitgliedern. Der BKK-Landesverband NORDWEST mit einer Hauptverwaltung in Essen ist die Dachorganisation für die Betriebskrankenkassen in NRW, Hamburg, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern. Er steht für insgesamt 2,5 Mio. Versicherte. (➝ www.bkk-nordwest.de).
Vornehmlich im Bereich des Handwerks sind die Innungskrankenkassen tätig. Größte ist mit bundesweit 3,5 Millionen Versicherten die IKK classic (➝ www.ikk-classic.de). Als eigenständige Kassenart versichert auch die Knappschaft Bahn-See mit Sitz in Bochum rund 800 000 Menschen in NRW; bundesweit sind es 1,6 Mio. (➝ www.kbs.de).
Landwirte und ihre Angehörigen sind über die Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (SVLFG) versichert. Bundesweit handelt es sich um rund 650 000 Versicherte (➝ www.svlfg.de).
Den gesetzlichen Kassen stehen die privaten Krankenversicherungen gegenüber – mit rund 50 Gesellschaften, die allesamt bundesweit tätig sind. Ein gutes Dutzend der Privaten hat seinen Stammsitz in NRW. Vertreten werden sie vom Verband PKV (➝ www.pkv.de).

Die Branche der Krankenkassen und -versicherungen ist durch eine Vielzahl unterschiedlicher Unternehmen gekennzeichnet. Allein in Nordrhein-Westfalen sind rund 60 gesetzliche Krankenkassen tätig.

Wichtigste Unterscheidung in der Branche ist die nach gesetzlichen Krankenkassen und privaten Krankenversicherungen. Die meisten Menschen, nämlich rund 75 Millionen bundesweit, sind über die
gesetzlichen Kassen versichert. Diese wiederum haben sich zum Spitzenverband der gesetzlichen Krankenkassen (GKV-Spitzen­verband) zusammengeschlossen (➝ www.gkv-spitzenverband.de). Unter ihnen lassen sich ferner Allgemeine Ortskrankenkassen (AOK), Betriebskrankenkassen (BKK), Innungskrankenkassen (IKK), Ersatzkassen, Knappschaft und die Landwirtschaftliche Krankenkasse (LKK) unterscheiden. Die Wahl der Krankenkasse ist heute nach § 175 SGB V grundsätzlich frei – berufs- und betriebsunabhängig.
Größte gesetzliche Krankenkasse in Nordrhein-Westfalen ist die AOK Rheinland/Hamburg mit Sitz in Düsseldorf mit aktuell 2,9 Mio.
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Fast ein Drittel der Bevölkerung ist bei den in NRW tätigen Ersatzkassen versichert (TK, BARMER GEK, DAK Gesundheit, hkk, KKH Allianz, HEK), die allein in NRW rund 6,2 Mio. Versicherte betreuen. Dach­verband ist der Verband der Ersatzkassen e. V. (vdek) (➝ www.dvek.de/ Bereich „Landesvertretungen“). Eine weitere große Gruppe sind die rund 25 Betriebskrankenkassen, die im Lande tätig sind – mit mehr als zwei Millionen Mitgliedern. Der BKK-Landesverband NORDWEST mit einer Hauptverwaltung in Essen ist die Dachorganisation für die Betriebskrankenkassen in NRW, Hamburg, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern. Er steht für insgesamt 2,5 Mio. Versicherte. (➝ www.bkk-nordwest.de).
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