MEDIENSZENE NRW

Aus für die WochenPost

15. August 2019,

Nach mehr als 35 Jahren hat die WochenPost zum 31. Juli ihr Erscheinen eingestellt. Das Anzeigenblatt erschien zuletzt in Langenfeld, Monheim, Hilden, Haan, Erkrath, Solingen, Düsseldorf-Süd und dem Kreis Mettmann. Bereits 2016 hatte die Weiss-Gruppe die Lokalausgaben von zwölf auf sieben reduziert. Von der endgültigen Schließung betroffen sind neben 20 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Redaktion und anderer Bereiche auch zahlreiche Zeitungsbotinnen und -boten.

Als Grund nannte die Geschäftsführung den stark veränderten Werbemarkt. Weiter heißt es auf der Seite wochenpost.de: „Diese schwierige Situation wurde dadurch verschärft, dass wir uns gegen die konkurrierenden Großverlage weder lokal noch im Großkundengeschäft behaupten konnten. Des Weiteren ist in der Zukunft mit hohen Kostensteigerungen vor allem in der Haushaltszustellung zu rechnen.“ Den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern dankt die Geschäftsführung „für die gute Zusammenarbeit und Loyalität“ und wünscht ihnen für die Zukunft alles Gute.

Der DJV-NRW bekundete Solidarität mit den Betroffenen aus Redaktion und Verlag. Der stellvertretende Landesvorsitzende Kristian van Bentem forderte die Verantwortlichen der Weiss-Gruppe auf, den Stellenabbau sozialverträglich vorzunehmen. Diese müsse sich an dem eigenen Anspruch messen lassen, den sie in ihrem Online-Portal unter anderem so beschreibe: „Wir sind familiär und sozial“. Mit dem Aus für die WochenPost setzt sich aus Sicht des DJV-NRW der rasant fortschreitende Verlust der Medienvielfalt auch im Bereich der Anzeigenblätter fort. Van Bentem: „Wir fordern die Verleger auf, endlich zukunftsfähige Modelle für Zeitungen zu entwickeln, um nicht nur ihrer sozialen Verantwortung für ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gerecht zu werden, sondern auch ihrer gesellschaftlichen Verantwortung.“

Die WEISS-Gruppe mit Hauptsitz in Monschau besteht nach eigenen Angaben aus fast 30 Unternehmen und Beteiligungen rund um Druck, Printmedien und Mediendienstleistungen und mehr als 1.200 Beschäftigten an verschiedenen Standorten in Deutschland. Nach dem Aus der WochenPost gehören zu ihren Publikationen als Anzeigenblätter noch der Wochenspiegel mit den Ausgaben Eifel, Hunsrück/Nahe, Mosel, Ahr und Trier sowie der Wochenkurier in Sachsen und Brandenburg./

Eine Meldung aus JOURNAL 4/19, dem Medien- und Mitgliedermagazin des DJV-NRW, erschienen im August 2019.

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Verlagsveröffentlichung - Branchenspecial

Aus- und Weiterbildung für Journalisten

Lebenslanges Lernen ist für Journalisten notwendiger denn je – denn kaum eine andere Branche ist derzeit so im Wandel wie der Journalismus. Der DJV-NRW hat aus diesem Grund bereits 2009 ein Bildungsreferat eingerichtet. Damit möchte der Landesverband den Markt der journalistischen Weiterbildung in Nordrhein-Westfalen transparenter machen: zum einen durch einen Überblick über aktuelle Angebote in NRW und zum anderen durch Impulse für neue Seminarthemen.

Die Arbeit des Referates gliedert sich in zwei Schwerpunkte: An erster Stelle steht die Kooperation des DJV-NRW mit Bildungsträgern in Nordrhein-Westfalen. Diese bieten DJV-Mitgliedern Seminare und Workshops zu vergünstigten Konditionen an (ein Überblick findet sich auf der folgenden Seite). Zweitens konzipiert das Bildungs-­referat auch eigene Seminare zu gewerkschaftlichen und berufsspezifischen Themen. „Der DJV-NRW versteht sich dabei ausdrücklich nicht als Konkurrenz zu den Bildungsträgern in Nordrhein-Westfalen“, sagt Bettina Blaß, Bildungsbeauftragte beim DJV-NRW. „Wir beobachten die Veränderungen und Tendenzen im Journalismus und bieten darauf zugeschnittene Seminare an, um unsere Mitglieder fit für die Zukunft zu machen“, erklärt sie.

Weitere Informationen:
Bildungsbeauftragte Bettina Blaß freut sich über Fragen und Anmerkungen zum Thema Weiterbildung.
Tel.: 0221 48535326
E-Mail: bettina.blass@djv-nrw.de

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