Ärger bei Radio NRW: Der Mantelprogrammanbieter für den NRW-Lokalfunk nutzt eine Umstrukturierung der redaktionellen Strukturen, um mehrere Mitarbeitende loszuwerden: Sieben Beschäftigte aus dem redaktionellen Bereich müssen gehen, unter anderem aus der Nachrichtenredaktion und der Digital-Content-Unit. Ein Sozialplan wurde Anfang November unterzeichnet.
Ziel des Umbaus ist nach Unternehmensangaben, die digitale Transformation weiter zu beschleunigen. Um die NRW-Lokalradios „bedarfsgerecht mit hochwertigem Content zu beliefern“, sollen Führungsstrukturen geschärft und teamübergreifende Workflows etabliert werden.
Marco Morocutti, Geschäftsführer von Radio NRW, nannte als Grund die Notwendigkeit einer kontinuierlichen Weiterentwicklung, bedingt durch die Dynamik im Hörfunkmarkt, den zunehmende Wettbewerb, den Ausbau digitaler Angebote sowie den Einsatz von KI und die Einführung von Smart Radio im NRW-Lokalfunk. Zudem verwies er auf ein aktuelles Projekt: Ende Oktober hatte Radio NRW zusammen mit den NRW-Lokalradios den DAB+-Sender „Radio Mixtape – der Soundtrack deines Lebens“ gelauncht.
Der DJV-NRW sieht die erwähnten Faktoren und gleichzeitig die schwierige Finanzlage im Lokalfunk, weil die Flaute am Werbemarkt für Gewinneinbrüche sorgt, erklärte Geschäftsführer Volkmar Kah. „Aber wir sind nicht einverstanden damit, wie die Umstrukturierung umgesetzt wird. Der Umgang mit verdienten Kolleginnen und Kollegen ist nicht akzeptabel.“ Der DJV-NRW berät die betroffenen Mitglieder rechtlich./
Eine Meldung aus JOURNAL 4/25, dem Medien- und Mitgliedermagazin des DJV-NRW, erschienen im Dezember 2025.