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Austritt aus der IJF

Vorwurf der Intransparenz
14. Juni 2023, red.

Der DJV hat entschieden, aus der Internationalen Journalisten-Föderation (IFJ) auszutreten, dem Weltverband der Journalistengewerkschaften und -verbände. Da die Kündigungsfrist sechs Monate beträgt, endet die Mitgliedschaft im November 2023. Davon unberührt bleibt der DJV Mitglied der Europäischen Journalisten- Föderation (EFJ, siehe dazu auch Editorial).

Der DJV, der zu den Gründungsmitgliedern der IJF gehörte, wirft dem Verband Intransparenz, einsame Entscheidungen der IFJ-Spitze und undemokratisches Verhalten vor. Er hatte schon länger auf Veränderungen gedrängt, unter anderem mit einem Beschluss des DJV-Verbandstags 2018.

Der DJV-Bundesvorstand hat die Entscheidung im Mai in engem Einvernehmen mit dem Gesamtvorstand getroffen. In einer Erläuterung zur Entscheidung weist der Bundesvorstand darauf hin, dass die Kündigung mit einem Gesprächsangebot verbunden war. Während der Kündigungsfrist will der DJV genau beobachten, ob sich an der IFJ-Spitze etwas verändert.

Grundlegende Reformen, Transparenz und innerverbandliche Demokratie in der IFJ könnten dazu führen, dass der DJV den Austritt zurücknimmt. „Unabhängig davon werden wir in NRW die grenzüberschreitende Arbeit mit unseren Nachbarn auf allen Ebenen beibehalten und auch über neue Wege nachdenken“, betont

die Landesvorsitzende Andrea Hansen. „Die Verbindung nach Brüssel, wo viele Entscheidungen getroffen werden, die sehr konkrete Auswirkungen auch auf unsere Arbeit haben, ist elementar“, betont Hansen./

Eine Meldung aus JOURNAL 2/23, dem Medien- und Mitgliedermagazin des DJV-NRW, erschienen im Juni 2023.