Foto: Corinna Blüeml
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MEDIENZIRKEL |

Corona-Tarifvertrag für Tageszeitungen

30. Juli 2020,

Der DJV hat Anfang Juli mit Vertretern des Bundesverbands Digitalpublisher und Zeitungsverleger (BDZV) eine Tarifvereinbarung für die Journalistinnen und Journalisten an Tageszeitungen geschlossen. Damit gelten für die kommenden Monate klare Regelungen, trotz der Unwägbarkeiten, die die Pandemie mit sich bringt.

Nach der Vereinbarung gelten die laufenden Gehalts- und Manteltarifverträge unverändert bis Ende 2020. Die festen freien Journalistinnen und Journalisten sollen eine Ausgleichszahlung für entgangene Honorare erhalten.

Die Gewerkschaften haben zugestimmt, dass Verlage in nachgewiesenen Notlagen das Weihnachtsgeld kürzen können, um betriebsbedingte Kündigungen zu vermeiden. Solche Kündigungen sind dann je nach Umfang der Kürzung für sechs oder zwölf Monate verboten, Doppelbelastungen für zuvor von Kurzarbeit Betroffene soll es nicht geben.

„Die Sozialpartner der Zeitungsbranche setzen mit dieser Vereinbarung ein gemeinsames Zeichen für Stabilität, den Erhalt der Redaktionsarbeitsplätze und die Unterstützung der besonders stark getroffenen Freiberufler“, erklärte DJV-Verhandlungsführer Kajo Döhring. Er betont aber auch, dass dem BDZV jedes Zugeständnis abgerungen werden musste. Dazu gehört, dass vor möglichen Kürzungen die Zustimmung der Gewerkschaften eingeholt werden soll. „Wichtiger Teil der Vereinbarung ist auch, die weitere Entwicklung der Gehälter und Honorare und weitere offene Tariffragen noch in diesem Jahr zu diskutieren und Lösungen zu finden.“

Neben DJV und BDZV ist auch die dju in ver.di Partei dieses Tarifvertrags, nachdem sie zuvor den seit Juli 2018 geltenden Gehaltstarifvertrag nachgezeichnet hatte. Döhring: „Wir begrüßen, dass die dju in ver.di jetzt den Weg zurück in den Tarifvertrag gefunden hat.“/

Eine Meldung aus JOURNAL 4/20, dem Medien- und Mitgliedermagazin des DJV-NRW, erschienen im August 2020.

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Verlagsveröffentlichung - Branchenspecial

Aus- und Weiterbildung für Journalisten

Lebenslanges Lernen ist für Journalisten notwendiger denn je – denn kaum eine andere Branche ist derzeit so im Wandel wie der Journalismus. Der DJV-NRW hat aus diesem Grund bereits 2009 ein Bildungsreferat eingerichtet. Damit möchte der Landesverband den Markt der journalistischen Weiterbildung in Nordrhein-Westfalen transparenter machen: zum einen durch einen Überblick über aktuelle Angebote in NRW und zum anderen durch Impulse für neue Seminarthemen.

Die Arbeit des Referates gliedert sich in zwei Schwerpunkte: An erster Stelle steht die Kooperation des DJV-NRW mit Bildungsträgern in Nordrhein-Westfalen. Diese bieten DJV-Mitgliedern Seminare und Workshops zu vergünstigten Konditionen an (ein Überblick findet sich auf der folgenden Seite). Zweitens konzipiert das Bildungs-­referat auch eigene Seminare zu gewerkschaftlichen und berufsspezifischen Themen. „Der DJV-NRW versteht sich dabei ausdrücklich nicht als Konkurrenz zu den Bildungsträgern in Nordrhein-Westfalen“, sagt Bettina Blaß, Bildungsbeauftragte beim DJV-NRW. „Wir beobachten die Veränderungen und Tendenzen im Journalismus und bieten darauf zugeschnittene Seminare an, um unsere Mitglieder fit für die Zukunft zu machen“, erklärt sie.

Weitere Informationen:
Bildungsbeauftragte Bettina Blaß freut sich über Fragen und Anmerkungen zum Thema Weiterbildung.
Tel.: 0221 48535326
E-Mail: bettina.blass@djv-nrw.de

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