MEDIENSZENE NRW

DuMont führt Paywall ein

16. Juni 2019, red.

Kölner Stadt-Anzeiger (KStA) und Kölner Rundschau (KR) ziehen die Paywall hoch. Nach dem sogenannten Freemium-Modell gibt es zwar weiterhin freie Inhalte auf den Seiten ksta.de und rundschau-online.de, für besonders aufwendige und exklusive Stücke gilt aber künftig das Motto „Mehr Geld für Mehrwert“. Wie bei anderen Titeln zeigt ein Plus-Symbol an, welche Beiträge kostenpflichtig sind.

Hinter der Bezahlschranke gebe es „Geschichten mit hohem Nutz- und Mehrwert“, wie KStA-Chefredakteur Carsten Fiedler verspricht. Er verweist darauf, dass Beiträge oft Ergebnis wochenlanger, hartnäckiger Recherchen seien, die Reporter „bekommen für ihre Arbeit selbstverständlich ein Gehalt“. Das Plus-Angebot ziele darauf, „die Qualität und journalistische Unabhängigkeit unserer Artikel auf ksta.de langfristig zu sichern und Ihnen dort künftig noch mehr aufwändige Recherchen, Analysen und Kommentare bieten zu können“. Plus-Abonnenten erhielten exklusiven Zugang unter anderem zu noch mehr lokalen Geschichten, „zu vertieften Reportagen und Recherchen, kontroversen Interviews, Kolumnen und Kommentaren“. Außerdem verspricht das Medienhaus unter anderem Hintergründe zu regionalen Wirtschaftsnachrichten, Karriere-Tipps und einen neuen Wirtschaftsnewsletter für Entscheider sowie Gastro- und Ausflugstipps, Verlosungen und Rabattaktionen. Nach einer Probezeit kostet das KStA-Plus-Abo 7,90 Euro im Monat. Print-Abonnenten zahlen 4,90 Euro.

DuMont hatte bereits 2014 einen ersten Versuch unternommen, eine Paywall einzurichten. Zwischenzeitlich hatte das Medienhaus dann eine Registrierungspflicht für bestimmte Inhalte eingeführt und damit gute Erfahrungen gemacht,wie der Dienst DNV-Online schreibt. Für alle Titel von DuMont Rheinland komme man auf 190 000 Registrierungen, davon allein für den Kölner Stadt-Anzeiger mehr als 100 000.||

 

Eine Meldung aus JOURNAL 3/19, dem Medien- und Mitgliedermagazin des DJV-NRW, erschienen im Juni 2019.

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Verlagsveröffentlichung - Branchenspecial

Aus- und Weiterbildung für Journalisten

Lebenslanges Lernen ist für Journalisten notwendiger denn je – denn kaum eine andere Branche ist derzeit so im Wandel wie der Journalismus. Der DJV-NRW hat aus diesem Grund bereits 2009 ein Bildungsreferat eingerichtet. Damit möchte der Landesverband den Markt der journalistischen Weiterbildung in Nordrhein-Westfalen transparenter machen: zum einen durch einen Überblick über aktuelle Angebote in NRW und zum anderen durch Impulse für neue Seminarthemen.

Die Arbeit des Referates gliedert sich in zwei Schwerpunkte: An erster Stelle steht die Kooperation des DJV-NRW mit Bildungsträgern in Nordrhein-Westfalen. Diese bieten DJV-Mitgliedern Seminare und Workshops zu vergünstigten Konditionen an (ein Überblick findet sich auf der folgenden Seite). Zweitens konzipiert das Bildungs-­referat auch eigene Seminare zu gewerkschaftlichen und berufsspezifischen Themen. „Der DJV-NRW versteht sich dabei ausdrücklich nicht als Konkurrenz zu den Bildungsträgern in Nordrhein-Westfalen“, sagt Bettina Blaß, Bildungsbeauftragte beim DJV-NRW. „Wir beobachten die Veränderungen und Tendenzen im Journalismus und bieten darauf zugeschnittene Seminare an, um unsere Mitglieder fit für die Zukunft zu machen“, erklärt sie.

Weitere Informationen:
Bildungsbeauftragte Bettina Blaß freut sich über Fragen und Anmerkungen zum Thema Weiterbildung.
Tel.: 0221 48535326
E-Mail: bettina.blass@djv-nrw.de

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