MEDIENSZENE NRW

Umfassende Studie: Der Zeitungsmarkt in NRW

14. Februar 2020, red.

Wie viele Zeitungen und Zeitungsverlage gibt es in NRW und wie hat sich deren Zahl seit 2016 verändert? Welche Zeitungen haben noch einen eigenen Mantel und welche beziehen Mantel- oder lokale Inhalte von anderen? Wer kooperiert mit wem? Fragen wie diese beantwortet die umfassende Studie „Situation des Zeitungsmarktes in Nordrhein-Westfalen 2019 und seine digitale Entwicklung“, die die Landesregierung Mitte Januar als Antwort auf eine Große Anfrage der SPD-Fraktion vorgelegt hat (Drucksache 17/8469). Der Bericht knüpft an die bisherigen fünf Großen Anfragen zum Zeitungsmarkt Nordrhein-Westfalen von 2003 bis 2016 an. Erstmals sind auch die Anzeigenblätter erfasst.

Auf mehr als 300 Seiten fasst die Untersuchung das Wissen über die Entwicklungen im NRW-Zeitungsmarkt zusammen und durchleuchtet ihn akribisch in seinen Einzelheiten.
Unter anderem zeigt der Bericht, dass sich die Zahl der Hauptredaktionen seit 2016 um vier auf vierzehn reduziert hat. So haben Ruhr Nachrichten und der Zeitungsverlag Rubens, der den Hellweger Anzeiger herausgibt, im Sommer 2017 angekündigt, eine Gemeinschaftsredaktion zu gründen und ihre Mantelredaktionen zusammenzulegen. Die Medienhäuser Neue Westfälische, Lippische Landes-Zeitung und Mindener Tageblatt fusionierten im Frühjahr 2019 ihre überregionale und regionale Berichterstattung und beliefern auch das Haller Kreisblatt mit Inhalten. Die neue Gemeinschaftsredaktion ersetzt die bisherige Zentralredaktion der Neuen Westfälischen in Bielefeld. Die Lippische Landes-Zeitung kooperierte im Mantelteil bereits zuvor mit der Neuen Westfälischen. Die eigene Hauptredaktion des Mindener Tageblattes entfiel durch diese Fusion.

In der Funke Mediengruppe entstehen die regionalen und überregionalen Teile der Titel Westdeutsche Allgemeine Zeitung, Westfalenpost, Westfälische Rundschau und auch der überregionale Teil der Neuen Ruhr/Rhein Zeitung inzwischen in einer gemeinsamen Zentralredaktion in Essen/Berlin, wodurch die im Vorgängerbericht noch separat gezählten Hauptredaktionen der Westfalenpost und der Neuen Rhein/Ruhr Zeitung nicht mehr einzeln bestehen.

Eine trockene, aber rundum lohnende Lektüre, in der es viele Details zu entdecken gibt./

 

Eine Meldung aus JOURNAL 1/20, dem Medien- und Mitgliedermagazin des DJV-NRW, erschienen im Februar 2020.

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Verlagsveröffentlichung - Branchenspecial

Aus- und Weiterbildung für Journalisten

Lebenslanges Lernen ist für Journalisten notwendiger denn je – denn kaum eine andere Branche ist derzeit so im Wandel wie der Journalismus. Der DJV-NRW hat aus diesem Grund bereits 2009 ein Bildungsreferat eingerichtet. Damit möchte der Landesverband den Markt der journalistischen Weiterbildung in Nordrhein-Westfalen transparenter machen: zum einen durch einen Überblick über aktuelle Angebote in NRW und zum anderen durch Impulse für neue Seminarthemen.

Die Arbeit des Referates gliedert sich in zwei Schwerpunkte: An erster Stelle steht die Kooperation des DJV-NRW mit Bildungsträgern in Nordrhein-Westfalen. Diese bieten DJV-Mitgliedern Seminare und Workshops zu vergünstigten Konditionen an (ein Überblick findet sich auf der folgenden Seite). Zweitens konzipiert das Bildungs-­referat auch eigene Seminare zu gewerkschaftlichen und berufsspezifischen Themen. „Der DJV-NRW versteht sich dabei ausdrücklich nicht als Konkurrenz zu den Bildungsträgern in Nordrhein-Westfalen“, sagt Bettina Blaß, Bildungsbeauftragte beim DJV-NRW. „Wir beobachten die Veränderungen und Tendenzen im Journalismus und bieten darauf zugeschnittene Seminare an, um unsere Mitglieder fit für die Zukunft zu machen“, erklärt sie.

Weitere Informationen:
Bildungsbeauftragte Bettina Blaß freut sich über Fragen und Anmerkungen zum Thema Weiterbildung.
Tel.: 0221 48535326
E-Mail: bettina.blass@djv-nrw.de

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