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Ziel: Ein „Informationsschutzschild“ für Osteuropa

22. Juli 2026, cbl

Die Deutsche Welle (DW) und France Médias Monde (FMM) bauen ihre Zusammenarbeit aus, um unabhängige Informationen zu stärken und mit faktenbasierter journalistischer Berichterstattung der russischen Propaganda entgegenzutreten. Ziel dieser europäischen Medienallianz gegen Desinformation ist der Aufbau eines „Informationsschutzschilds“ mit Schwerpunkt Osteuropa.

Im Sommer 2025 hatten die beiden Auslandssender im Vorfeld der Wahlen in der Republik Moldau eine gemeinsame Informationsoffensive als Pilotprojekt gestartet. Ihre Zusammenarbeit haben sie im Dezember 2025 mit einer Absichtserklärung (Memorandum of Understanding) institutionalisiert. Als erste Maßnahme haben DW und FMM im Büro von RFI Romania in Bukarest ein Co-Working-Office eröffnet. Die jetzt vereinbart vertiefte Zusammenarbeit am Informationsschutzschild ist ein weiterer Schritt dieser strategischen Partnerschaft.

Bei den Wahlen in Ungarn und der Republik Moldau habe es massive Versuche gegeben, mittels Desinformation Einfluss auf Abstimmungen zu nehmen, erklärte DW-Intendantin Barbara Massing. „Wer in diesen turbulenten Zeiten die Demokratie verteidigen will, muss freie Informationen und Zugang zu Fakten durch unabhängige Medien gewährleisten.”

Der Informationskrieg sei ein wesentlicher Bestandteil des gegenwärtigen hybriden Kriegs, erklärte Marie-Christine Saragosse, Vorstandsvorsitzende und Geschäftsführerin von FMM. Dies sei eine direkte Bedrohung für Demokratien. Deswegen wollten die beiden Auslandssender ihre Aktivitäten insbesondere in Europa und seinen Randgebieten koordinieren und stärken. Die internationalen öffentlich-rechtlichen Medien bezeichnete Saragosse als „Instrumente des demokratischen Widerstands und der demokratischen Resilienz“./

Eine Meldung aus JOURNAL 2/26, dem Medien- und Mitgliedermagazin des DJV-NRW, erschienen im Juli 2026.