In der Krise viel gelernt

3. August 2020, Frank Stach, Landesvorsitzender DJV-NRW

Der DJV in NRW verändert sich gerade massiv. Die Coronakrise hat uns nicht gelähmt, auch wenn es für uns Ehrenamtliche zum Beispiel im Landesvorstand ein Problem war, uns nicht persönlich treffen zu können. Die Geschäftsstelle in Düsseldorf hat uns vom ersten Tag an unterstützt – neben dem Tagesgeschäft im Homeoffice und der über Wochen besonders intensiven Betreuung und Rechtsberatung von Mitgliedern. Dank unseres kompetenten Teams konnten wir zügig ein datenschutzkonformes Videokonferenzsystem nutzen. Andere Gremien im DJV-NRW, etwa Fachausschüsse, Betriebsgruppen oder Ortsvereine, haben schnell eigene digitale Lösung gefunden, um sich unkompliziert auszutauschen.

Nachhilfe brauchte ein Teil der Ehrenamtlichen auch bei Tools, etwa um gemeinsam an Dokumenten zu arbeiten. Wir Älteren, analog Sozialisierten lernen gerade in rasender Geschwindigkeit, uns ordentlich digital zu vernetzen. Und stellen erfreut fest: Zeitraubende Wege entfallen, und unsere Inhalte kommen schneller, besser und effektiver auf den Weg.

Das hat uns Mut gemacht, unseren Gewerkschaftstag erstmals komplett digital aufzustellen. Das bedeutete wieder reichlich zusätzliche Arbeit für die Geschäftsstelle, damit Teilnahme und Abstimmungen rechtssicher stattfinden können. Wir sind überzeugt, dass wir es gut vorbereitet haben, aber es ist natürlich auch ein Experiment. Es bleibt uns ja keine Alternative. Denn die Krise kann sich jederzeit wieder verschärfen. Einen „normalen“ Gewerkschaftstag zu planen und dann erneut absagen zu müssen – das wollten wir nicht riskieren. Denn auch jenseits von Satzungsauflagen brauchen wir unsere jährliche Versammlung: Unsere Mitglieder sollen sich ein Bild von unseren Aktivitäten machen können. Gemeinsam mit ihnen wollen wir die Weichen für ein weiteres medien- und gewerkschaftspolitisches DJV-Jahr stellen.

Ich habe sogar die Hoffnung, dass an unserem digitalen Treffen mehr Mitglieder teilnehmen als an den Präsenzsitzungen der vergangenen Jahre. Die Coronakrise verändert den DJV-NRW gerade massiv – und zwar zum Positiven. Wer hätte das vor ein paar Monaten gedacht! ||

Alle Informationen und Unterlagen zum digitalen Gewerkschaftstag finden Sie auf der Seite www.djv-nrw.de/gt20.

 

Ein Beitrag aus JOURNAL 4/20, dem Medien- und Mitgliedermagazin des DJV-NRW, erschienen im August 2020.

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Verlagsveröffentlichung - Branchenspecial

Aus- und Weiterbildung für Journalisten

Lebenslanges Lernen ist für Journalisten notwendiger denn je – denn kaum eine andere Branche ist derzeit so im Wandel wie der Journalismus. Der DJV-NRW hat aus diesem Grund bereits 2009 ein Bildungsreferat eingerichtet. Damit möchte der Landesverband den Markt der journalistischen Weiterbildung in Nordrhein-Westfalen transparenter machen: zum einen durch einen Überblick über aktuelle Angebote in NRW und zum anderen durch Impulse für neue Seminarthemen.

Die Arbeit des Referates gliedert sich in zwei Schwerpunkte: An erster Stelle steht die Kooperation des DJV-NRW mit Bildungsträgern in Nordrhein-Westfalen. Diese bieten DJV-Mitgliedern Seminare und Workshops zu vergünstigten Konditionen an (ein Überblick findet sich auf der folgenden Seite). Zweitens konzipiert das Bildungs-­referat auch eigene Seminare zu gewerkschaftlichen und berufsspezifischen Themen. „Der DJV-NRW versteht sich dabei ausdrücklich nicht als Konkurrenz zu den Bildungsträgern in Nordrhein-Westfalen“, sagt Bettina Blaß, Bildungsbeauftragte beim DJV-NRW. „Wir beobachten die Veränderungen und Tendenzen im Journalismus und bieten darauf zugeschnittene Seminare an, um unsere Mitglieder fit für die Zukunft zu machen“, erklärt sie.

Weitere Informationen:
Bildungsbeauftragte Bettina Blaß freut sich über Fragen und Anmerkungen zum Thema Weiterbildung.
Tel.: 0221 48535326
E-Mail: bettina.blass@djv-nrw.de

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