MEDIENSZENE NRW |

Neue Medienpartner für „Verfolgen statt Löschen“

16. April 2021, red.

13 neue Mitglieder aus dem Bereich Tageszeitungen meldet die Landesanstalt für Medien NRW für ihre Initiative gegen Hassrede im Internet, „Verfolgen statt nur Löschen“. Mit mittlerweile mehr als 20 Partnern sei die Arbeitsgruppe nun in ganz Nordrhein-Westfalen so aufgestellt, dass Hass und Hetze im Netz mit den Mitteln des Rechtsstaats begegnet werden könne.

Wenn die beteiligten Medienhäuser bei Hasskommentaren im Internet einen Verstoß gegen das Strafrecht vermuten, können sie diese direkt bei der Zentral- und Ansprechstelle Cybercrime Nordrhein-Westfalen (ZAC NRW) anzeigen. Bei diesem Vorgehen arbeiten Medienaufsicht, Strafverfolgungsbehörden und Medienhäuser koordiniert zusammen und setzen so ein deutliches Zeichen gegen Recht- und Rücksichtslosigkeit im Netz. Nach Angaben der LfM nutzt inzwischen auch das Bundeskriminalamt (BKA) die Erfahrungen aus dem Projekt und wird in den nächsten Monaten entsprechende Anzeigen bearbeiten.

Die Landesmedienanstalt hatte die Initiative – damals die erste dieser Art – 2017 mit dem Landeskriminalamt NRW, der ZAC NRW, der Mediengruppe RTL, der Rheinischen Post und dem WDR gegründet. Heute gibt es vergleichbare Angebote in dreizehn Bundesländern.

Seit der Gründung sind Kölner Stadt-Anzeiger, Express, Deutsche Welle, Deutschlandradio und der eco – Verband der Internetwirtschaft e.V. hinzugestoßen. Neue Mitglieder sind seit Februar 2021 Aschendorff Medien (Westfälische Nachrichten), Der Patriot, Die Glocke, Emsdettener Volkszeitung, Hellweger Anzeiger, General-Anzeiger Bonn, Medienhaus Aachen, Münsterländische Volkszeitung, Recklinghäuser Zeitung, Remscheider General-Anzeiger, Solinger Tageblatt, Siegener Zeitung und Westdeutsche Zeitung.

 

Eine Meldung aus JOURNAL 2/21, dem Medien- und Mitgliedermagazin des DJV-NRW, erschienen im April 2021.

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Verlagsveröffentlichung - Branchenspecial

Aus- und Weiterbildung für Journalisten

Lebenslanges Lernen ist für Journalisten notwendiger denn je – denn kaum eine andere Branche ist derzeit so im Wandel wie der Journalismus. Der DJV-NRW hat aus diesem Grund bereits 2009 ein Bildungsreferat eingerichtet. Damit möchte der Landesverband den Markt der journalistischen Weiterbildung in Nordrhein-Westfalen transparenter machen: zum einen durch einen Überblick über aktuelle Angebote in NRW und zum anderen durch Impulse für neue Seminarthemen.

Die Arbeit des Referates gliedert sich in zwei Schwerpunkte: An erster Stelle steht die Kooperation des DJV-NRW mit Bildungsträgern in Nordrhein-Westfalen. Diese bieten DJV-Mitgliedern Seminare und Workshops zu vergünstigten Konditionen an (ein Überblick findet sich auf der folgenden Seite). Zweitens konzipiert das Bildungs-­referat auch eigene Seminare zu gewerkschaftlichen und berufsspezifischen Themen. „Der DJV-NRW versteht sich dabei ausdrücklich nicht als Konkurrenz zu den Bildungsträgern in Nordrhein-Westfalen“, sagt Bettina Blaß, Bildungsbeauftragte beim DJV-NRW. „Wir beobachten die Veränderungen und Tendenzen im Journalismus und bieten darauf zugeschnittene Seminare an, um unsere Mitglieder fit für die Zukunft zu machen“, erklärt sie.

Weitere Informationen:
Bildungsbeauftragte Bettina Blaß freut sich über Fragen und Anmerkungen zum Thema Weiterbildung.
Tel.: 0221 48535326
E-Mail: bettina.blass@djv-nrw.de

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