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Medien müssen vielfältiger werden

13. April 2021, red.
Medien müssen vielfältiger werden | Foto: Corinna Blümel
Medien müssen vielfältiger werden | Foto: Corinna Blümel

Um die Vielfalt der Gesellschaft abzubilden, müssen auch Redaktionen diverser werden. Mit diesem Gedanken befassen sich gerade die Landesmedienanstalten zusammen mit verschiedenen großen Medienhäusern genauso wie die Neuen deutschen Medienmacher*innen (NdM).

Auf Initiative der Bremischen Landesmedienanstalt hat sich das Bündnis „Medien für Vielfalt“ gegründet. Zu ihm gehören ARD, ZDF, Deutschlandradio und Deutsche Welle, die Mediengruppe RTL und ProSiebenSat.1 Media SE, also die großen öffentlich- rechtlichen und privaten Sender bzw. Sendergruppen. Schirmherrin ist Staatsministerin Annette Widmann-Mauz als Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration.

Das Bündnis versteht sich als klares Bekenntnis zu Vielfalt in der Medienbranche. Vielfalt sei ein wichtiges Element einer offenen Gesellschaft und zugleich auch ein positiver Erfolgsfaktor für die Wirtschaft. Für Medien, die mit Berichterstattung und Unterhaltungsangeboten die Wahrnehmung von Vielfalt in der Gesellschaft und damit auch den Diskurs zu diesem Thema prägen, bedeute Vielfalt Verantwortung und Chance zugleich.

Die Bündnispartner wollen sich regelmäßig darüber austauschen, wie sie Diversität nach innen und nach außen fördern können, und von den Erfahrungen der anderen Partner lernen. Das Bündnis ist offen für neue Partnerinnen und Partner aus dem Medienbereich, die sich ebenfalls für mehr Vielfalt engagieren wollen.

Noch entschiedener sind die Neuen deutschen Medienmacher*innen bei diesem Thema. Der Verein hat sich für eine Diversitätsquote von 30 Prozent in Redaktionen ausgesprochen: Bis 2030 sollte knapp jede dritte Stelle mit Personen aus Einwandererfamilien, Schwarzen und „Medienschaffenden of Colour“ besetzt werden. Beim Thema Diversity gehe es nicht um Nettigkeit und auch nicht nur um Teilhabechancen für alle, betonte NdM-Geschäftsführerin Konstantina Vassiliou-Enz. „Mehr Vielfalt bringt neue Zielgruppen und vor allem einen besseren, erfolgreicheren Journalismus.“/

Eine Meldung aus JOURNAL 2/21, dem Medien- und Mitgliedermagazin des DJV-NRW, erschienen im April 2021.

 

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Verlagsveröffentlichung - Branchenspecial

Aus- und Weiterbildung für Journalisten

Lebenslanges Lernen ist für Journalisten notwendiger denn je – denn kaum eine andere Branche ist derzeit so im Wandel wie der Journalismus. Der DJV-NRW hat aus diesem Grund bereits 2009 ein Bildungsreferat eingerichtet. Damit möchte der Landesverband den Markt der journalistischen Weiterbildung in Nordrhein-Westfalen transparenter machen: zum einen durch einen Überblick über aktuelle Angebote in NRW und zum anderen durch Impulse für neue Seminarthemen.

Die Arbeit des Referates gliedert sich in zwei Schwerpunkte: An erster Stelle steht die Kooperation des DJV-NRW mit Bildungsträgern in Nordrhein-Westfalen. Diese bieten DJV-Mitgliedern Seminare und Workshops zu vergünstigten Konditionen an (ein Überblick findet sich auf der folgenden Seite). Zweitens konzipiert das Bildungs-­referat auch eigene Seminare zu gewerkschaftlichen und berufsspezifischen Themen. „Der DJV-NRW versteht sich dabei ausdrücklich nicht als Konkurrenz zu den Bildungsträgern in Nordrhein-Westfalen“, sagt Bettina Blaß, Bildungsbeauftragte beim DJV-NRW. „Wir beobachten die Veränderungen und Tendenzen im Journalismus und bieten darauf zugeschnittene Seminare an, um unsere Mitglieder fit für die Zukunft zu machen“, erklärt sie.

Weitere Informationen:
Bildungsbeauftragte Bettina Blaß freut sich über Fragen und Anmerkungen zum Thema Weiterbildung.
Tel.: 0221 48535326
E-Mail: bettina.blass@djv-nrw.de

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