MEDIENSZENE NRW

Reform für WDR 4 und WDR 2

Das Mittagsmagazin ist zurück
14. Juni 2017, DJV-NRW

Auf WDR 2 gibt es wieder ein Mittagsmagazin als zweistündige Sendung ab 13 Uhr. Von Montag bis Freitag präsentieren Marlis Schaum und Jascha Habeck im wöchentlichen Wechsel gesellschaftspolitischen Hintergrund, um aktuelle Themen einzuordnen und zu vertiefen. Damit knüpft die Sendung an die Tradition des bekannten Radioklassikers an, der 2015 eingestellt worden war.

Die Änderung ist Teil der Hörfunkreform bei den Breitenprogrammen WDR 2 und WDR 4. Beide Wellen hatten schon 2016 Anstrengungen unternommen, ihr jeweiliges Profil zu schärfen. Seitdem laufen auf der ehemaligen Schlagerwelle WDR 4 unter dem Motto „Meine Lieblingshits“ heute tagsüber Titel für die Zielgruppe „Ü50“. Mit der aktuellen Reform orientiert sich der Abend mit verschiedenen Spezialsendungen nun an der Musikfarbe des Tages. Seit Mai fokussiert sich die Welle mit einem „magazinierten“ Tagesprogramm stärker auf Themen aus NRW.

WDR 2 passt sich mit einer neuen Tagesstruktur dem veränderten Informationsbedürfnis seines Publikums an. Dazu gehört neben dem wiederbelebten Mittagsmagazin unter anderem auch das neue einstündige Talkformat am Vorabend, das die Formate MonTalk und Arena abgelöst hat: Jörg Thadeusz spricht montags bis donnerstags mit jeweils einem Gast „über Themen, die täglich den Westen bewegen“. Am Sonntagabend bietet eine erneuerte vierstündige WDR 2 Weltzeit politische und kulturelle Reportagen der ARD-Auslandskorrespondenten.

Der WDR-Rundfunkrat hat die Hörfunkreformen für WDR 2 und WDR 4 begüßt und unter anderem die neuen journalistischen Hintergrundformate der Magazin- und Talksendungen auf WDR 2 gelobt. Zugleich enthält die Stellungnahme des Rundfunkrats einige Anregungen, etwa dass Formate wie das Mittagsmagazin entsprechend ausgebildete Moderatorinnen und Moderatoren benötigen. Oder dass es für den Abendtalk mehr als einen Moderator geben könnte. Dabei sollen auch Stimmen aus der Region und NRW berücksichtigt werden. So könne der WDR eigene Persönlichkeiten aufbauen, die zur Wiedererkennbarkeit und Identifizierung beitragen.

Der Rundfunkrat hat die Erwartung formuliert, dass es eine jährlich stattfindende Evaluation der Programmänderungen anhand vorher festgelegter, transparenter Kriterien geben wird, die dem Programmausschuss vorgelegt wird.

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Verlagsveröffentlichung - Branchenspecial

Aus- und Weiterbildung für Journalisten

Lebenslanges Lernen ist für Journalisten notwendiger denn je – denn kaum eine andere Branche ist derzeit so im Wandel wie der Journalismus. Der DJV-NRW hat aus diesem Grund bereits 2009 ein Bildungsreferat eingerichtet. Damit möchte der Landesverband den Markt der journalistischen Weiterbildung in Nordrhein-Westfalen transparenter machen: zum einen durch einen Überblick über aktuelle Angebote in NRW und zum anderen durch Impulse für neue Seminarthemen.

Die Arbeit des Referates gliedert sich in zwei Schwerpunkte: An erster Stelle steht die Kooperation des DJV-NRW mit Bildungsträgern in Nordrhein-Westfalen. Diese bieten DJV-Mitgliedern Seminare und Workshops zu vergünstigten Konditionen an (ein Überblick findet sich auf der folgenden Seite). Zweitens konzipiert das Bildungs-­referat auch eigene Seminare zu gewerkschaftlichen und berufsspezifischen Themen. „Der DJV-NRW versteht sich dabei ausdrücklich nicht als Konkurrenz zu den Bildungsträgern in Nordrhein-Westfalen“, sagt Bettina Blaß, Bildungsbeauftragte beim DJV-NRW. „Wir beobachten die Veränderungen und Tendenzen im Journalismus und bieten darauf zugeschnittene Seminare an, um unsere Mitglieder fit für die Zukunft zu machen“, erklärt sie.

Weitere Informationen:
Bildungsbeauftragte Bettina Blaß freut sich über Fragen und Anmerkungen zum Thema Weiterbildung.
Tel.: 0221 48535326
E-Mail: bettina.blass@djv-nrw.de

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