MEDIENSZENE NRW

Dortmund legt Berufung ein

14. Februar 2020, red.
Screenshot
Screenshot

Im Rechtsstreit um das Internetportal dortmund.de hat die Stadt Dortmund Berufung eingelegt. Im November 2019 hatte das Landgericht der Klage des Verlags Lensing Wolff (Ruhr Nachrichten) stattgegeben und es der Kommune untersagt, ihre Webseite dortmund.de in der Erscheinungsform vom 15. Mai 2017 zu verbreiten (siehe JOURNAL 6/19). Das Gericht hatte geurteilt, das städtische Angebot sei über die zulässige Informationspflicht hinausgegangen, sodass es nicht mehr der gemeindlichen Aufgabe entspreche. Die Stadt habe gegen das Gebot der Staatsferne und gegen das Grundgesetz verstoßen.

Dieser Rechtsauffassung kann sich Dortmund nicht anschließen und möchte in weiteren gerichtlichen Instanzen klären, was heute zur kommunikativen Angelegenheit und Aufgabenstellung einer Stadtverwaltung gehört. Nach Überzeugung der Stadt müsse es einer Kommune möglich sein, Bürgerinnen und Bürger in der digitalen Welt den üblichen und erwarteten Standards entsprechend über die kommunalen Zusammenhänge zu informieren.

Unterstützt wird die Stadt in der rechtlichen Auseinandersetzung vom Hauptausschuss des Deutschen Städtetags. Auch der Vorstand des Städtetags NRW hatte schon 2017 erklärt, dass Onlineauftritte der Städte heute unverzichtbar zur Information der Öffentlichkeit seien und zeitgemäß gestaltet werden müssten. Eine journalistische Aufbereitung von Inhalten sei für Städte in ihrer Presse- und Öffentlichkeitsarbeit zwingend notwendig, um ihren Informationsauftrag gegenüber den Bürgerinnen und Bürgern erfüllen zu können./

 

Eine Meldung aus JOURNAL 1/20, dem Medien- und Mitgliedermagazin des DJV-NRW, erschienen im Februar 2020.

Das könnte sie auch interessieren

Verlagsveröffentlichung - Branchenspecial

Aus- und Weiterbildung für Journalisten

Lebenslanges Lernen ist für Journalisten notwendiger denn je – denn kaum eine andere Branche ist derzeit so im Wandel wie der Journalismus. Der DJV-NRW hat aus diesem Grund bereits 2009 ein Bildungsreferat eingerichtet. Damit möchte der Landesverband den Markt der journalistischen Weiterbildung in Nordrhein-Westfalen transparenter machen: zum einen durch einen Überblick über aktuelle Angebote in NRW und zum anderen durch Impulse für neue Seminarthemen.

Die Arbeit des Referates gliedert sich in zwei Schwerpunkte: An erster Stelle steht die Kooperation des DJV-NRW mit Bildungsträgern in Nordrhein-Westfalen. Diese bieten DJV-Mitgliedern Seminare und Workshops zu vergünstigten Konditionen an (ein Überblick findet sich auf der folgenden Seite). Zweitens konzipiert das Bildungs-­referat auch eigene Seminare zu gewerkschaftlichen und berufsspezifischen Themen. „Der DJV-NRW versteht sich dabei ausdrücklich nicht als Konkurrenz zu den Bildungsträgern in Nordrhein-Westfalen“, sagt Bettina Blaß, Bildungsbeauftragte beim DJV-NRW. „Wir beobachten die Veränderungen und Tendenzen im Journalismus und bieten darauf zugeschnittene Seminare an, um unsere Mitglieder fit für die Zukunft zu machen“, erklärt sie.

Weitere Informationen:
Bildungsbeauftragte Bettina Blaß freut sich über Fragen und Anmerkungen zum Thema Weiterbildung.
Tel.: 0221 48535326
E-Mail: bettina.blass@djv-nrw.de

Zum Pressestellenverzeichnis