Freie erstreitet 66.000 Euro

19. April 2021, cbl

Auch wenn die Zeitungsverleger die Gemeinsamen Vergütungsregeln für hauptberufliche freie Journalistinnen und Journalisten an Tageszeitungen einseitig gekündigt haben: Der Anspruch auf angemessene Vergütung besteht weiter. Das bewies erneut der Fall einer freien Journalistin, die seit Jahren bei der Landauer Zeitung 14 Cent pro Druckzeile und fünf Euro pro Foto erhalten hatte. Dagegen klagte sie unter Bezug auf die Gemeinsamen Vergütungsregeln schließlich für den Zeitraum von Juni 2016 bis September 2018.

Wie schon zuvor das Landgericht Nürnberg-Fürth als erste Instanz im vergangenen Jahr gab ihr jetzt auch das Landesgericht Nürnberg Recht. Es sprach ihr eine Honorarnachzahlung von 66.000 Euro zu – zuzüglich Umsatzsteuer plus Zinsen (Az. 3 U 761/20). Revision gegen das Urteil wurde nicht zugelassen.

Der Verlag hatte argumentiert, dass die Klägerin keine journalistische Ausbildung habe und deshalb keine hauptberufliche Journalistin sei. Das ließ das OLG Nürnberg nicht gelten und verwies auf die große Zahl der Artikel und Fotos der Journalistin, die die Zeitung veröffentlicht hatte. Zudem besitze die Journalistin den Presseausweis und sei über die Künstlersozialversicherung versichert./

Eine Meldung aus JOURNAL 2/21, dem Medien- und Mitgliedermagazin des DJV-NRW, erschienen im April 2021.

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Verlagsveröffentlichung - Branchenspecial

Aus- und Weiterbildung für Journalisten

Lebenslanges Lernen ist für Journalisten notwendiger denn je – denn kaum eine andere Branche ist derzeit so im Wandel wie der Journalismus. Der DJV-NRW hat aus diesem Grund bereits 2009 ein Bildungsreferat eingerichtet. Damit möchte der Landesverband den Markt der journalistischen Weiterbildung in Nordrhein-Westfalen transparenter machen: zum einen durch einen Überblick über aktuelle Angebote in NRW und zum anderen durch Impulse für neue Seminarthemen.

Die Arbeit des Referates gliedert sich in zwei Schwerpunkte: An erster Stelle steht die Kooperation des DJV-NRW mit Bildungsträgern in Nordrhein-Westfalen. Diese bieten DJV-Mitgliedern Seminare und Workshops zu vergünstigten Konditionen an (ein Überblick findet sich auf der folgenden Seite). Zweitens konzipiert das Bildungs-­referat auch eigene Seminare zu gewerkschaftlichen und berufsspezifischen Themen. „Der DJV-NRW versteht sich dabei ausdrücklich nicht als Konkurrenz zu den Bildungsträgern in Nordrhein-Westfalen“, sagt Bettina Blaß, Bildungsbeauftragte beim DJV-NRW. „Wir beobachten die Veränderungen und Tendenzen im Journalismus und bieten darauf zugeschnittene Seminare an, um unsere Mitglieder fit für die Zukunft zu machen“, erklärt sie.

Weitere Informationen:
Bildungsbeauftragte Bettina Blaß freut sich über Fragen und Anmerkungen zum Thema Weiterbildung.
Tel.: 0221 48535326
E-Mail: bettina.blass@djv-nrw.de

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