Offener Austausch in legerer Atmophäre: Die Auftaktveranstaltung zu Presse.Dialog.Ruhr, der Reihe des Fachausschusses Presse- und Öffentllichkeitsarbeit im DJV-NRW. | Foto: Markus Mucha
Offener Austausch in legerer Atmophäre: Die Auftaktveranstaltung zu Presse.Dialog.Ruhr, der Reihe des Fachausschusses Presse- und Öffentllichkeitsarbeit im DJV-NRW. | Foto: Markus Mucha
 
Unter Uns

„Wir müssen wieder ins Gespräch kommen“

Neues DJV-Format Presse.Dialog.Ruhr schafft Raum für vertrauliche Debatten
15. August 2019, Jennifer von Glahn
Minister Dr. Stephan Holthoff-Pförtner sprach bei Presse.Dialog.Ruhr auf Zeche Zollverein. | Foto: Markus Mucha
Minister Dr. Stephan Holthoff-Pförtner sprach bei Presse.Dialog.Ruhr auf Zeche Zollverein. | Foto: Markus Mucha

Heiß war es an diesem vierten Montag im Juni, sehr heiß. Passend zu den hohen Temperaturen erschien Dr. Stephan Holthoff-Pförtner, Minister für Bundes- und Europaangelegenheiten sowie Internationales, im hellblauen Poloshirt und beigen Stoffhosen zum neuen DJV-Format Presse.Dialog.Ruhr. Der DJV-Landesverband NRW hatte zum Auftakt der Talk-Reihe auf Zeche Zollverein eingeladen. Schon die Kleidung des Ministers verdeutlichte, dass es ein legerer Abend im „Rundeindicker“ des Ruhr Museums werden würde.

Entsprechend persönlich war die Atmosphäre beim fast zweistündigen Gedankenaus­tausch, der „unter drei“ statt­fand, also mit vereinbarter Vertraulichkeit. Die Runde mit rund 40 geladenen Journalistinnen und Journalisten, Pressesprechern und Unternehmenskommunikatoren war die erste dieser Art im Ruhrgebiet. „Wir müssen wieder ins Gespräch kommen in unserer Gesellschaft. Dafür ist das hier der ideale Rahmen“, sagte der DJV-Landesvorsitzende Frank Stach. Es sei wichtig, dass Pressesprecher und Journalisten wieder Raum für Debatten mit der Politik hätten.

Rahmen für offene Gespräche

Offen und locker stellte sich der hochkarätige Gast den Journalistinnen und Journalisten. Das Gespräch zu zentralen Themen der Region sowie der Ruhr-Konferenz führten zwei Vertreter des DJV-Fachausschusses Presse- und Öffentlichkeitsarbeit: Stephan Conrad, Pressesprecher der RAG Montan Immobilien, und RDN-Geschäftsführer Stefan Prott mit Minister Dr. Stephan Holthoff-Pförtner.

Im Mittelpunkt der regen Diskussionen standen das Ruhrgebiet und die Themen des Reviers – darunter Mobilität, Infrastruktur, Sanierungsstau, Wirtschaft und Soziales. Fragen aus den Reihen der Pressevertreter kamen reichlich: teils kritisch, teils fordernd, teils mit einem Augenzwinkern. Der Minister wählte im Rahmen des „Hinterzimmergesprächs“ offene Worte gegenüber den Medienvertreterinnen und Medienvertretern und äußerte sich auch zu Projekten der Ruhr-Konferenz ungezwungen.

Dialog weiter fördern

Dass Presse und Politik wieder offener miteinander umgehen müssen, stellte auch Dr. Hans-Peter Noll heraus, Vorstandsvorsitzender der Stiftung Zollverein und Gastgeber des Abends: „Wir wollen miteinander reden, das ist im Ruhrgebiet sehr wichtig. Wir müssen wieder lernen, zuzuhören und Argumente auszutauschen.“ Die Region habe es verdient, erklärte Noll. Auch die zukünftigen Hintergrundgespräche stehen dafür, den Dialog zwischen Medienvertretern und Politikern zu fördern: Weitere Einladungen des DJV-NRW zu vertraulichen Gesprächen im Weltkulturerbe Zeche Zollverein sollen folgen.||

Ein Beitrag aus JOURNAL 4/19, dem Medien- und Mitgliedermagazin des DJV-NRW, erschienen im August 2019.

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Verlagsveröffentlichung - Branchenspecial

Aus- und Weiterbildung für Journalisten

Lebenslanges Lernen ist für Journalisten notwendiger denn je – denn kaum eine andere Branche ist derzeit so im Wandel wie der Journalismus. Der DJV-NRW hat aus diesem Grund bereits 2009 ein Bildungsreferat eingerichtet. Damit möchte der Landesverband den Markt der journalistischen Weiterbildung in Nordrhein-Westfalen transparenter machen: zum einen durch einen Überblick über aktuelle Angebote in NRW und zum anderen durch Impulse für neue Seminarthemen.

Die Arbeit des Referates gliedert sich in zwei Schwerpunkte: An erster Stelle steht die Kooperation des DJV-NRW mit Bildungsträgern in Nordrhein-Westfalen. Diese bieten DJV-Mitgliedern Seminare und Workshops zu vergünstigten Konditionen an (ein Überblick findet sich auf der folgenden Seite). Zweitens konzipiert das Bildungs-­referat auch eigene Seminare zu gewerkschaftlichen und berufsspezifischen Themen. „Der DJV-NRW versteht sich dabei ausdrücklich nicht als Konkurrenz zu den Bildungsträgern in Nordrhein-Westfalen“, sagt Bettina Blaß, Bildungsbeauftragte beim DJV-NRW. „Wir beobachten die Veränderungen und Tendenzen im Journalismus und bieten darauf zugeschnittene Seminare an, um unsere Mitglieder fit für die Zukunft zu machen“, erklärt sie.

Weitere Informationen:
Bildungsbeauftragte Bettina Blaß freut sich über Fragen und Anmerkungen zum Thema Weiterbildung.
Tel.: 0221 48535326
E-Mail: bettina.blass@djv-nrw.de

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