DJV im Betrieb |

Zwei Gesetzesnovellen für mehr Mitbestimmung

18. Juni 2021, red.

Für arbeitnehmerähnliche freie Journalistinnen und Journalisten an länderübergreifenden öffentlich-rechtlichen Sendern wie dem Deutschlandradio gilt künftig das Gleiche wie für die arbeitnehmerähnlichen Freien etwa beim WDR: Ihre Interessen werden von den Personalräten im gleichen Umfang vertreten wie die der Festangestellten. Dafür sorgt die Novelle des Bundespersonalvertretungsgesetzes, die der Bundestag am 22. April verabschiedet hat. Danach haben arbeitnehmerähnliche Freie zum Beispiel bei Deutschlandradio und Deutscher Welle das aktive und das passive Wahlrecht für die Arbeitnehmendenvertretungen der Sender. Ausgenommen bleiben solche Freien, die maßgeblich an der senderübergreifenden Programmgestaltung beteiligt sind. Der DJV hatte diesen Ausschluss kritisiert, geht aber davon aus, dass nur wenige Freie davon betroffen sind. Ansonsten sind mit der Novelle die meisten Änderungswünsche des DJV umgesetzt.

Zudem hat der Bundestag am 20. Mai das Betriebsverfassungsrecht mit einer Novelle an moderne Arbeitsformen angepasst. Diese regelt unter anderem die Sitzungsführung und Beschlussfassung per Videokonferenz für Betriebsräte und erleichtert das Arbeiten im Homeoffice, die Einbettung künstlicher Intelligenz in Arbeitsprozesse sowie die Wahl von Betriebsräten in kleinen und mittelgroßen Betrieben. Der DJV begrüßte die Stärkung der betrieblichen Mitbestimmung, kritisierte aber den unzureichenden Kündigungsschutz für Kolleginnen und und Kollegen, die sich durch ihren Einsatz für eine Betriebsratswahl einem besonderen Kündigungsrisiko aussetzen, und die Beibehaltung des Tendenzschutzes./

 

Eine Meldung aus JOURNAL 3/21, dem Medien- und Mitgliedermagazin des DJV-NRW, erschienen im Juni 2021.

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Aus- und Weiterbildung für Journalisten

Lebenslanges Lernen ist für Journalisten notwendiger denn je – denn kaum eine andere Branche ist derzeit so im Wandel wie der Journalismus. Der DJV-NRW hat aus diesem Grund bereits 2009 ein Bildungsreferat eingerichtet. Damit möchte der Landesverband den Markt der journalistischen Weiterbildung in Nordrhein-Westfalen transparenter machen: zum einen durch einen Überblick über aktuelle Angebote in NRW und zum anderen durch Impulse für neue Seminarthemen.

Die Arbeit des Referates gliedert sich in zwei Schwerpunkte: An erster Stelle steht die Kooperation des DJV-NRW mit Bildungsträgern in Nordrhein-Westfalen. Diese bieten DJV-Mitgliedern Seminare und Workshops zu vergünstigten Konditionen an (ein Überblick findet sich auf der folgenden Seite). Zweitens konzipiert das Bildungs-­referat auch eigene Seminare zu gewerkschaftlichen und berufsspezifischen Themen. „Der DJV-NRW versteht sich dabei ausdrücklich nicht als Konkurrenz zu den Bildungsträgern in Nordrhein-Westfalen“, sagt Bettina Blaß, Bildungsbeauftragte beim DJV-NRW. „Wir beobachten die Veränderungen und Tendenzen im Journalismus und bieten darauf zugeschnittene Seminare an, um unsere Mitglieder fit für die Zukunft zu machen“, erklärt sie.

Weitere Informationen:
Bildungsbeauftragte Bettina Blaß freut sich über Fragen und Anmerkungen zum Thema Weiterbildung.
Tel.: 0221 48535326
E-Mail: bettina.blass@djv-nrw.de

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