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Kölnische Rundschau bezieht Mantel künftig von der NOZ

17. Dezember 2020, cbl

Die Kölnische Rundschau hat sich einen neuen Mantellieferanten gesucht: Ab Februar 2021 kommen die überregionalen Inhalte aus den Ressorts Politik, Wirtschaft, Kultur, Vermischtes und Sport von der Neuen Osnabrücker Zeitung (NOZ). Die Kooperation mit dem familiengeführten Verlag der NOZ soll auch Inhalte für die digitalen Kanäle der Kölnischen Rundschau und ihrer Lokalausgaben umfassen.

Die Kölnische Rundschau gehört verlegerisch zur Mediengruppe DuMont, publizistisch aber zum Heinen-Verlag. Seit 2010 lässt die KR den Mantel vom Bonner General-Anzeiger produzieren. Damit Kölner Themen im Mantel nicht zu kurz kommen, arbeiteten bisher zwei Rundschau-Redakteure vor Ort beim GA in Bonn. Der Bonner GA wiederum bezieht schon länger Mantelinhalte von der Rheinische Post Mediengruppe. Letztere hat im Sommer 2018 die Bonner Zeitungsdruckerei und Verlagsanstalt H. Neusser GmbH mit dem Bonner General-Anzeiger übernommen.

Nun hat sich der Verlag der Kölnischen Rundschau aus dieser Konstruktion gelöst. Ob dabei auch Unzufriedenheit mit der Entwicklung in Bonn eine Rolle gespielt hat, lässt sich nur vermuten. Herausgeber Helmut Heinen erklärte: „Mit der Neuen Osnabrücker Zeitung haben wir einen neuen Partner gefunden, der unserem publizistischen Anspruch mit seinem Verständnis von Qualitätsjournalismus gerecht wird.“

Vermutlich werden die beiden Mantelredakteure, die bisher beim GA in Bonn gesessen haben, in die Rundschau-Redaktion in Köln zurückkehren. Die personellen Ressourcen werden aber trotzdem nach Einschätzung von Beobachtern nicht reichen, um das Loch zu füllen, das mit dem Wegfall der RP- und GA-Inhalte gerissen wird. Der Verlag der NOZ beliefert bisher nur externe Verlage in Norddeutschland mit seinen Mantelinhalten. Die Kölnische Rundschau ist der erste Mantelkunde in Nordrhein-Westfalen. Für NRW-Themen wie die Landespolitik, das Ruhrgebiet, das weitere Rheinland und Ostwestfalen-Lippe, für die Wirtschaft mit ihren speziellen Themen und den großen Dax-Konzernen wird die NOZ ihre Expertise noch aufbauen oder selbst wiederum zukaufen müssen.

Die Rheinische Redaktionsgemeinschaft (RRG), in der der Heinen Verlag zusammen mit DuMont die Lokalredaktionen des Kölner Umlands gebündelt hat, ist von der Entwicklung nicht betroffen./


Eine Meldung aus JOURNAL 6/20, dem Medien- und Mitgliedermagazin des DJV-NRW, erschienen im Dezember 2020.

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Verlagsveröffentlichung - Branchenspecial

Aus- und Weiterbildung für Journalisten

Lebenslanges Lernen ist für Journalisten notwendiger denn je – denn kaum eine andere Branche ist derzeit so im Wandel wie der Journalismus. Der DJV-NRW hat aus diesem Grund bereits 2009 ein Bildungsreferat eingerichtet. Damit möchte der Landesverband den Markt der journalistischen Weiterbildung in Nordrhein-Westfalen transparenter machen: zum einen durch einen Überblick über aktuelle Angebote in NRW und zum anderen durch Impulse für neue Seminarthemen.

Die Arbeit des Referates gliedert sich in zwei Schwerpunkte: An erster Stelle steht die Kooperation des DJV-NRW mit Bildungsträgern in Nordrhein-Westfalen. Diese bieten DJV-Mitgliedern Seminare und Workshops zu vergünstigten Konditionen an (ein Überblick findet sich auf der folgenden Seite). Zweitens konzipiert das Bildungs-­referat auch eigene Seminare zu gewerkschaftlichen und berufsspezifischen Themen. „Der DJV-NRW versteht sich dabei ausdrücklich nicht als Konkurrenz zu den Bildungsträgern in Nordrhein-Westfalen“, sagt Bettina Blaß, Bildungsbeauftragte beim DJV-NRW. „Wir beobachten die Veränderungen und Tendenzen im Journalismus und bieten darauf zugeschnittene Seminare an, um unsere Mitglieder fit für die Zukunft zu machen“, erklärt sie.

Weitere Informationen:
Bildungsbeauftragte Bettina Blaß freut sich über Fragen und Anmerkungen zum Thema Weiterbildung.
Tel.: 0221 48535326
E-Mail: bettina.blass@djv-nrw.de

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