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TARIFE

RRG: Ringen um Haustarif

Bisher zähe Verhandlungen
20. Juni 2017, DJV-NRW

Bei der Rheinischen Redaktionsgemeinschaft (RRG), der gemeinsamen Tochtergesellschaft von DuMont und Heinen-Verlag, hat im Mai die dritte Runde in den Verhandlungen über einen Haustarifvertrag stattgefunden. Bei dem Treffen am 4. Mai in Düsseldorf hat die Arbeitgeberseite ein Gesamtpaket als Angebot vorgelegt und deutlich gemacht, dass sie jede Art von „Automatismus“ ablehnt, etwa feste Berufsjahrstaffeln, wie der Flächenmanteltarif sie vorsieht.

Das Angebot der RRG umfasst drei Punkte: Zum ersten sollen auf betrieblicher Ebene Vereinbarungen über eine einheitliche Vergütungsstruktur getroffen werden. Zum zweiten bietet die Geschäftsleitung Gehaltserhöhungen für 2017 und 2018 an, gestaffelt nach den verschiedenen Berufsgruppen (Redaktion, kaufmännische Verlagsangestellte) und dem jeweiligen Status (tarifliche Besitzstände aus Altverträgen oder nicht). Danach soll unter anderem für Redakteurinnen und Redakteure, die erst nach Gründung der RRG eingestellt wurden, die Gehaltsuntergrenze einheitlich bei 3 500 Euro liegen. Ein Teil der ehemaligen Pauschalisten verdient bisher weniger. Zum dritten bietet das Haus an, die Voraussetzungen zu schaffen, dass alle redaktionellen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der RRG in die Angebote der Presse-Versorgung einbezogen werden, sofern das bisher nicht geschehen ist.

Im Nachgang zur dritten Verhandlungsrunde besuchte die Geschäftsführung die Außenredaktionen und warb für ihr Angebot. Das Argument: Die Forderungen der Belegschaft seien so teuer, dass die Schließung einzelner Redaktionen und betriebliche Kündigungen erforderlich sein könnten.

Die Tarifkommissionen der beiden Gewerkschaften haben mit den Beschäftigten ihrerseits bei einer gut besuchten Versammlung am 16. Mai über das Angebot diskutiert. Dabei wurde deutlich, wie weit es von dem entfernt ist, was die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter fordern. Deren Forderungskatalog umfasst die Angleichung der (extrem unterschiedlichen) Gehälter, Zusatzleistungen und sonstigen Arbeitsbedingungen für die ehemaligen DuMont- und Heinen-Beschäftigten, aber eben auch die Anlehnung ihrer Gehaltsstruktur an den Flächentarif – inklusive der vom Arbeitgeber geschmähten Berufsjahrstaffeln. Denn die RRGler wollen bei Gehaltssteigerungen nicht individuell von ihrem Arbeitgeber abhängig sein.

Am Ende des Abends war klar: Die Belegschaft steht zu dem Verhandlungsauftrag, den sie der Tarifkommission im vergangenen Sommer erteilt hatte.

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Verlagsveröffentlichung - Branchenspecial

Krankenkassen- und Krankenversicherungen

Die Branche der Krankenkassen und -versicherungen ist durch eine Vielzahl unterschiedlicher Unternehmen gekennzeichnet. Allein in Nordrhein-Westfalen sind rund 60 gesetzliche Krankenkassen tätig.

Wichtigste Unterscheidung in der Branche ist die nach gesetzlichen Krankenkassen und privaten Krankenversicherungen. Die meisten Menschen, nämlich rund 75 Millionen bundesweit, sind über die
gesetzlichen Kassen versichert. Diese wiederum haben sich zum Spitzenverband der gesetzlichen Krankenkassen (GKV-Spitzen­verband) zusammengeschlossen (➝ www.gkv-spitzenverband.de). Unter ihnen lassen sich ferner Allgemeine Ortskrankenkassen (AOK), Betriebskrankenkassen (BKK), Innungskrankenkassen (IKK), Ersatzkassen, Knappschaft und die Landwirtschaftliche Krankenkasse (LKK) unterscheiden. Die Wahl der Krankenkasse ist heute nach § 175 SGB V grundsätzlich frei – berufs- und betriebsunabhängig.
Größte gesetzliche Krankenkasse in Nordrhein-Westfalen ist die AOK Rheinland/Hamburg mit Sitz in Düsseldorf mit aktuell 2,9 Mio.
Versicherten und mehr als 100 Geschäftsstellen. (➝ www.aok.de/rheinland-hamburg). Die ebenfalls in NRW (und Schleswig-Holstein) tätige AOK NORDWEST betreut rund 2,8 Mio. Versicherte in über
180 Geschäftsstellen (➝ www.aok.de/nordwest).
Fast ein Drittel der Bevölkerung ist bei den in NRW tätigen Ersatzkassen versichert (TK, BARMER GEK, DAK Gesundheit, hkk, KKH Allianz, HEK), die allein in NRW rund 6,2 Mio. Versicherte betreuen. Dach­verband ist der Verband der Ersatzkassen e. V. (vdek) (➝ www.dvek.de/ Bereich „Landesvertretungen“). Eine weitere große Gruppe sind die rund 25 Betriebskrankenkassen, die im Lande tätig sind – mit mehr als zwei Millionen Mitgliedern. Der BKK-Landesverband NORDWEST mit einer Hauptverwaltung in Essen ist die Dachorganisation für die Betriebskrankenkassen in NRW, Hamburg, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern. Er steht für insgesamt 2,5 Mio. Versicherte. (➝ www.bkk-nordwest.de).
Vornehmlich im Bereich des Handwerks sind die Innungskrankenkassen tätig. Größte ist mit bundesweit 3,5 Millionen Versicherten die IKK classic (➝ www.ikk-classic.de). Als eigenständige Kassenart versichert auch die Knappschaft Bahn-See mit Sitz in Bochum rund 800 000 Menschen in NRW; bundesweit sind es 1,6 Mio. (➝ www.kbs.de).
Landwirte und ihre Angehörigen sind über die Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (SVLFG) versichert. Bundesweit handelt es sich um rund 650 000 Versicherte (➝ www.svlfg.de).
Den gesetzlichen Kassen stehen die privaten Krankenversicherungen gegenüber – mit rund 50 Gesellschaften, die allesamt bundesweit tätig sind. Ein gutes Dutzend der Privaten hat seinen Stammsitz in NRW. Vertreten werden sie vom Verband PKV (➝ www.pkv.de).

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