LOKALFUNK |

Übergangslösung für Radio Ennepe Ruhr

15. Februar 2021, sax

Die Übernahme der Radio-Ennepe-Ruhr-Lizenz durch radio NRW zum 1. Januar 2021 ist deutlich zu hören: Lokale Nachrichten gibt es nur noch in der Frühsendung zwischen 6 und 10 Uhr, und auch dort präsentiert der Moderator selbst nach den Weltschlagzeilen hauptsächlich Pressemitteilungen – einen Nachrichtenredakteur gibt es offenbar nicht. Im Programm laufen neben Wetter und Verkehr nur noch einzelne Moderationen mit Bezug zum Ennepe-Ruhr-Kreis und seinen neun Städten. Aber es gibt es noch lokale Werbeblöcke, und das Wetter nach den Lokalnachrichten um halb ist an ein lokales Möbelhaus verkauft.

Die Landesanstalt für Medien NRW (LfM) hat im Dezember radio NRW die Lizenz erteilt, ein lokal geprägtes Programm für den Ennepe-Ruhr-Kreis auszustrahlen. Denn der Veranstaltergemeinschaft (VG) war es nicht gelungen, eine neue Betriebsgesellschaft (BG) zu finden, nachdem die bisherige BG Westfunk den Vertrag gekündigt hatte (vgl. zuletzt JOURNAL 6/20). Diese Übergangslösunggilt für ein Jahr bzw. so lange, bis die VG den Sendebetrieb mithilfe einer neuen BG selbst wieder aufnehmen kann. Ziel ist es, den Hörern weiter ein lokales Angebot zu machen, dem Mantelprogramm radio NRW weiterhin die landesweite Werbevermarktung zu ermöglichen und der VG Zeit zu geben, eine neue BG zu finden. Die VG sucht weiter intensiv nach einer Lösung.

Von den Einnahmen aus der lokalen Radiowerbung wird das Programm finanziert, radio NRW muss aber jederzeit nachweisen, „dass die lokalen Werbeumsätze im Verbreitungsgebiet den Aufwand der Erstellung des lokalisierten Programmes sowie die für die Vermarktung gewährten Provisionen die marktübliche Höhe nicht übersteigen“, so steht es im Beschluss der Medienkommission vom 18. Dzezember 2020. LfM-Direktor Tobias Schmid sagte dazu im Lokalfunk-Podcast des DJV-NRW, dass die LfM „selbstverständlich“ darauf achte, dass die Westfunk, die den Sender weiter vermarktet, aber nicht mehr die BG stellt, keine Gewinne erzielt./


Eine Meldung aus JOURNAL 1/21, dem Medien- und Mitgliedermagazin des DJV-NRW, erschienen im Februar 2021.

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Verlagsveröffentlichung - Branchenspecial

Aus- und Weiterbildung für Journalisten

Lebenslanges Lernen ist für Journalisten notwendiger denn je – denn kaum eine andere Branche ist derzeit so im Wandel wie der Journalismus. Der DJV-NRW hat aus diesem Grund bereits 2009 ein Bildungsreferat eingerichtet. Damit möchte der Landesverband den Markt der journalistischen Weiterbildung in Nordrhein-Westfalen transparenter machen: zum einen durch einen Überblick über aktuelle Angebote in NRW und zum anderen durch Impulse für neue Seminarthemen.

Die Arbeit des Referates gliedert sich in zwei Schwerpunkte: An erster Stelle steht die Kooperation des DJV-NRW mit Bildungsträgern in Nordrhein-Westfalen. Diese bieten DJV-Mitgliedern Seminare und Workshops zu vergünstigten Konditionen an (ein Überblick findet sich auf der folgenden Seite). Zweitens konzipiert das Bildungs-­referat auch eigene Seminare zu gewerkschaftlichen und berufsspezifischen Themen. „Der DJV-NRW versteht sich dabei ausdrücklich nicht als Konkurrenz zu den Bildungsträgern in Nordrhein-Westfalen“, sagt Bettina Blaß, Bildungsbeauftragte beim DJV-NRW. „Wir beobachten die Veränderungen und Tendenzen im Journalismus und bieten darauf zugeschnittene Seminare an, um unsere Mitglieder fit für die Zukunft zu machen“, erklärt sie.

Weitere Informationen:
Bildungsbeauftragte Bettina Blaß freut sich über Fragen und Anmerkungen zum Thema Weiterbildung.
Tel.: 0221 48535326
E-Mail: bettina.blass@djv-nrw.de

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