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Brust oder Keule?

Wer Mitglied im U-Verein wird, hilft Kolleginnen und Kollegen in Not
14. Februar 2020, Helmut Dahlmann

Na, auch gute Vorsätze für das Neue Jahr gefasst? Nicht mehr rauchen, weniger Alkohol, mehr Sport? Runter mit den Pfunden! Und was machen Sie mit dem Ersparten? Wir hätten da eine Idee: Werden Sie Mitglied im Unterstützungsverein! Was so penetrant nach Werbung klingt, ist auch solche. Denn der Unterstützungsverein des DJV-Landesverbandes NRW, so der offizielle Name, kann weitere Mitglieder gut gebrauchen.
Mit einem geringen Obolus können Sie Kolleginnen und Kollegen helfen, die in Not geraten sind. Der jährliche Mitgliedsbeitrag im U-Verein liegt bei 15 Euro – weniger als der Preis für das vorweihnachtliche Gänseessen. Und Sie müssen sich nicht einmal entscheiden: Brust oder Keule?

Sie können allerdings selbst auch einen höheren Mitgliedsbeitrag bestimmen oder dem U-Verein eine Einzelspende zukommen lassen. Letzteres tun nicht nur einzelne Kolleginnen und Kollegen, auch zahlreiche Orts- und Regionalvereinigungen spenden regelmäßig.

Der U-Verein in Kürze

Der Unterstützungsverein des DJV-Landesverbands NRW, kurz U-Verein, wurde 1960 gegründet. Er vergibt Zuschüsse und zinslose Darlehen an Mitglieder oder an Hinterbliebene, die in finanzielle Bedrängnis geraten sind.

Der Verein finanziert sich aus Spenden der Ortsvereine, Einzelspenden und den Beiträgen seiner Mitglieder. Der Mindestbeitrag pro Jahr liegt bei 15 Euro, also 1,25 Euro im Monat. Mehr zu zahlen ist natürlich immer möglich: Jedes Mitglied entscheidet selbst, welche Summe zu geben es bereit ist.

Die Beiträge und Spenden sind steuerlich absetzbar.
Sie möchten mit Ihrer Spende bedürftige Kolleginnen und Kollegen unterstützen?

Kontakt: Unterstützungsverein
c/o DJV-NRW
Ansprechpartnerin:
Sabine Johnen
Tel. 0211 233 99-0
zentrale@djv-nrw.de

Mehr Informationen zum Vorstand und der Arbeit des Vereins unter
www.djv-nrw.de/u-verein

Plötzlich krank und ohne Einkommen

Tatsächlich kann es jeden treffen. Da ist zum Beispiel eine Kollegin, die als freie Journalistin über Jahre gut verdient hat. Plötzlich kommt der Zusammenbruch. Diagnose: eine schwere Depression. Folge: Klinikaufenthalt, anschließend Reha. Eine Zeit lang fließt – je nach Versicherung – Krankengeld. Und dann? Dann klafft ein finanzielles Loch. Eine Lücke, die der Unterstützungsverein über eine gewisse Strecke bis zur Gesundung und Wiedereingliederung füllen kann.

Oder: Bei einer Vorsorgeuntersuchung wird ein Enddarmkarzinom festgestellt. Operation, Bestrahlung und Chemo folgen. Gott sei dank wird der Kollege als geheilt entlassen. Aber: „Ich konnte zusammengenommen 16 Monate nicht arbeiten und Geld verdienen, während die Kosten weiterliefen. Meine kleine Rente reicht für meine Verpflichtungen nicht aus.“

Es gibt auch Fälle, da bricht auf einmal der Hauptauftraggeber weg. Ein neuer lässt sich nicht von heute auf morgen finden. Auch eine solche Durststrecke lässt sich mithilfe des U-Vereins unter Umständen überbrücken. Mal mit einem Zuschuss, mal mit einem Darlehen, je nach individuellen Gegebenheiten.

Oft wissen die Betroffenen noch nicht einmal von der Existenz des U-Vereins und den Hilfsmöglichkeiten. Und wenn sie davon erfahren und sich einer der Ehrenamtlichen des U-Vereins bei ihnen meldet, sind sie meist höchst erstaunt – und dankbar, dass sich jemand mit ihren Problemen auseinandersetzt. „In Zeiten der Not tut diese Zuwendung auch über die finanzielle Hilfe hinaus so richtig gut“, ist eine Bemerkung, die so oder abgewandelt zu hören ist. Und die Gespräche zeigen, wie groß die Bandbreite der Notsituationen ist.

Einfach etwas zurückgeben

Der Dank, das spürt man, kommt von ganzem Herzen. Und es schwingt oft Erleichterung mit: „Durch die Zahlungen des U-Vereins habe ich es in den vergangenen Monaten irgendwie geschafft, größere Probleme zu vermeiden. Danke.“ Spürbar ist auch, dass ein Stück Würde zurückkommt: „Ganz entspannt ging ich als erstes zum Friseur und ließ mich schön machen“, bedankte sich eine Kollegin. Und weil sich bei ihm und seiner Familie die Situation nach erfolgreicher Hilfe durch den U-Verein stabilisiert hatte, forderte ein anderer Kollege einen Mitgliedsantrag an, um selber Mitglied zu werden. Tun Sie es ihm nach! ||

 

Ein Beitrag aus JOURNAL 1/20, dem Medien- und Mitgliedermagazin des DJV-NRW, erschienen im Februar 2020.

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Aus- und Weiterbildung für Journalisten

Lebenslanges Lernen ist für Journalisten notwendiger denn je – denn kaum eine andere Branche ist derzeit so im Wandel wie der Journalismus. Der DJV-NRW hat aus diesem Grund bereits 2009 ein Bildungsreferat eingerichtet. Damit möchte der Landesverband den Markt der journalistischen Weiterbildung in Nordrhein-Westfalen transparenter machen: zum einen durch einen Überblick über aktuelle Angebote in NRW und zum anderen durch Impulse für neue Seminarthemen.

Die Arbeit des Referates gliedert sich in zwei Schwerpunkte: An erster Stelle steht die Kooperation des DJV-NRW mit Bildungsträgern in Nordrhein-Westfalen. Diese bieten DJV-Mitgliedern Seminare und Workshops zu vergünstigten Konditionen an (ein Überblick findet sich auf der folgenden Seite). Zweitens konzipiert das Bildungs-­referat auch eigene Seminare zu gewerkschaftlichen und berufsspezifischen Themen. „Der DJV-NRW versteht sich dabei ausdrücklich nicht als Konkurrenz zu den Bildungsträgern in Nordrhein-Westfalen“, sagt Bettina Blaß, Bildungsbeauftragte beim DJV-NRW. „Wir beobachten die Veränderungen und Tendenzen im Journalismus und bieten darauf zugeschnittene Seminare an, um unsere Mitglieder fit für die Zukunft zu machen“, erklärt sie.

Weitere Informationen:
Bildungsbeauftragte Bettina Blaß freut sich über Fragen und Anmerkungen zum Thema Weiterbildung.
Tel.: 0221 48535326
E-Mail: bettina.blass@djv-nrw.de

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