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NRW-Lokalfunk beweist Einsatz und Ideenreichtum

DJV-NRW zeichnet beim LFM-Audiopreis 2026 aufwendige Recherche aus
13. Oktober 2026, Sascha Fobbe
Ein Bild von der Priesverleihung: Auf der Bühnen stehen links zwei Männer in nanzügen und rechts eine Frau im Abendkleid. Vor ihnen sind Hointerköpfe ausd dem Publikum zu sehen, hintr ihnen auf großer Leinwand Porträts einer Frau und eines Mannes, die gerade geehrte werden.
Tobias Fenneker (M.) gewann den Audiopreis 2026 in der vom DJV-NRW gestifteten Kategorie „Information“ zusammen mit Mareike Gröneweg (nicht im Bild). | Foto: Landesanstalt für Medien NRW

Allen Widerständen zum Trotz leisten die Lokalradios in NRW Hervorragendes: Die Kolleginnen und Kollegen greifen wichtige Themen vor ihrer Haustür auf, investieren viel Zeit für Recherche und liefern qualitativ hochwertigen Journalismus ab. Das zeigte sich beim Audiopreis 2026.

„Die Beschäftigten im NRW-Lokalfunk sind seit Jahren mit Sparzwängen konfrontiert, Stellen werden gestrichen, eine Tariferhöhung lässt seit Langem auf sich warten – umso beeindruckender, dass sie weiter mit viel Engagement und Leidenschaft Radio machen und sich ins Zeug legen, um ihren Hörern und Hörerinnen wichtige Themen nahezubringen“, lobte Andrea Hansen, Landesvorsitzende des DJV-NRW und Mitglied der Jury.

Der DJV-NRW hatte erneut den Preis in der Kategorie Information gestiftet. Dieser ging in diesem Jahr an Tobias Fenneker von Radio Hochstift und Mareike Gröneweg von der Tageszeitung Neue Westfälische. Sie wollten wissen, ob die Kokainschwemme auch auf dem Land ankommt, also auch im Hochstift. Eine gemeinsame Themenwoche im Lokalradio und in der Tageszeitung zeigte die Ergebnisse der aufwendigen Recherche. Dazu gehörten nicht nur Gespräche mit Konsumenten, Polizisten, Sozialarbeitern und Ärzten, sondern auch ein Abwassermonitoring und eine Graphic Novel. „Eine herausragende crossmediale Arbeit“, befand die Jury. „Die Recherche holt ein gesellschaftliches Problem mitten in den Alltag der Menschen – nicht um zu dramatisieren, sondern um aufzuklären und Lösungsansätze aufzuzeigen.“

Bei der Preisverleihung am 25. September in Köln wurden Preise in acht redaktionellen Kategorien vergeben. Die drei Preise in der Kategorie Campusradio gingen an Tim Brüninghaus (CampusFM), Mai Schiller, Laurie Dreesch und Lisa Hildebrand (Radio Q) und Joshua Lopinski (eldoradio*) . Den Preis für die beste Moderation holten Sebastian Wiese und Timo Teichler (Radio Bielefeld). In der Kategorie Vor Ort gewann Eric Sommer (Radio Bonn/Rhein-Sieg).In der Kategorie Gesellschaftlicher Zusammenhalt wurden zwei Preise vergeben – an Tobias Fenneker und Dania Tölle (Radio Hochstift) sowie an Simone Niewerth (Radio Lippewelle Hamm). Simone Niewerth holte für Radio Lippewelle Hamm einen weiteren Preis in der Kategorie Unterhaltung. Auch RTL+ räumte zweimal ab: Der Preis Für Demokratie ging an Angelique Geray, bei Service & Wissen punkteten Ivy Haase und Aleksandra Zebisch.

Mit dem Audiopreis werden herausragende redaktionelle Beiträge und Werbung im privaten Audiobereich in NRW ausgezeichnet. Alle Beiträge der Audiopreis-Gewinner:innen 2026 gibt es hier zum Nachhören. In diesem Jahr wurden zum ersten Mal auch die Campusradio-Preise in diesem Rahmen verliehen./

Eine Meldung aus JOURNAL 3/26, dem Medien- und Mitgliedermagazin des DJV-NRW, erschienen im Oktober 2026.