MEDIENSZENE NRW

Deutsche Welle baut türkischsprachigen Fernsehkanal auf

4. April 2018,

Die Deutsche Welle (DW) will in den nächsten Jahren einen türkischsprachigen Fernsehkanal aufbauen. Das hat Intendant Peter Limbourg Anfang März vor dem Bundestags-Kulturausschuss angekündigt. Voraussetzung dafür sei allerdings, dass die im Koalitionsvertrag von CDU, CSU und SPD vereinbarte Erhöhung des DW-Etats auch umgesetzt werde. In der Ausschusssitzung stellte Limbourg die Planung der Deutschen Welle für die Jahre 2018 bis 2021 vor. Derzeit verfügt die DW über Fernsehprogramme in Deutsch, Englisch, Spanisch und Arabisch. Schwerpunktregionen sollen in den kommenden Jahren Russland und Osteuropa, die Türkei, die arabische Welt, Subsahara-Afrika, Afghanistan, Pakistan und der Iran sein.

Foto: DW/Frank Liesegang
Foto: DW/Frank Liesegang

Der DJV hat das Vorhaben begrüßt. „Ich halte es für absolut zwingend, den unter Zensurbedingungen entstehenden Informationsangeboten der Türkei qualitativ hochwertigen Journalismus à la Deutsche Welle entgegenzusetzen“, erklärte der DJV-Bundesvorsitzende Frank Überall. Die Stimme der Demokratie müsse in türkischer Sprache wahrnehmbar sein. Die faktische Abschaffung der Pressefreiheit in der Türkei seit dem gescheiterten Militärputsch habe dazu geführt, dass die regierende AKP darüber entscheide, welche Nachrichten verbreitet und welche Informationen wie berichtet würden. „Das ist näher an Propaganda als an aufklärender Berichterstattung“, sagte Überall. Mit einem türkischsprachigen Kanal der Deutschen Welle werde das Informationsangebot erweitert: „Der Bundestag sollte die dafür erforderlichen Mittel unbedingt zur Verfügung stellen.“

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Verlagsveröffentlichung - Branchenspecial

Aus- und Weiterbildung für Journalisten

Lebenslanges Lernen ist für Journalisten notwendiger denn je – denn kaum eine andere Branche ist derzeit so im Wandel wie der Journalismus. Der DJV-NRW hat aus diesem Grund bereits 2009 ein Bildungsreferat eingerichtet. Damit möchte der Landesverband den Markt der journalistischen Weiterbildung in Nordrhein-Westfalen transparenter machen: zum einen durch einen Überblick über aktuelle Angebote in NRW und zum anderen durch Impulse für neue Seminarthemen.

Die Arbeit des Referates gliedert sich in zwei Schwerpunkte: An erster Stelle steht die Kooperation des DJV-NRW mit Bildungsträgern in Nordrhein-Westfalen. Diese bieten DJV-Mitgliedern Seminare und Workshops zu vergünstigten Konditionen an (ein Überblick findet sich auf der folgenden Seite). Zweitens konzipiert das Bildungs-­referat auch eigene Seminare zu gewerkschaftlichen und berufsspezifischen Themen. „Der DJV-NRW versteht sich dabei ausdrücklich nicht als Konkurrenz zu den Bildungsträgern in Nordrhein-Westfalen“, sagt Bettina Blaß, Bildungsbeauftragte beim DJV-NRW. „Wir beobachten die Veränderungen und Tendenzen im Journalismus und bieten darauf zugeschnittene Seminare an, um unsere Mitglieder fit für die Zukunft zu machen“, erklärt sie.

Weitere Informationen:
Bildungsbeauftragte Bettina Blaß freut sich über Fragen und Anmerkungen zum Thema Weiterbildung.
Tel.: 0221 48535326
E-Mail: bettina.blass@djv-nrw.de

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