MEDIENSZENE NRW

Verlagsgruppe Handelsblatt investiert in „Live-Journalismus“

Veranstaltungen als drittes wichtiges Standbein
11. August 2017, red.
Verlagsgruppe Handelsblatt
Verlagsgruppe Handelsblatt

Die Verlagsgruppe Handelsblatt baut ihr Geschäft jenseits des klassischen Journalismus und des traditionellen Druckgeschäfts aus. Dazu erwirbt sie eine Mehrheitsbeteiligung von 81 Prozent an Euroforum, dem Marktführer für Konferenzen, Seminare und Jahrestagungen im deutschsprachigen Raum. Damit will die Gruppe ihr drittes Standbein – neben Print und Digital – stärken. Unter dem Label „Live-Journalismus“ will sie das Streaming von journalistischen Inhalten als neues Geschäftsfeld entwickeln und damit die Wirtschaftsclubs von Handelsblatt und WirtschaftsWoche ausbauen. Die Akquise von Euroforum soll helfen, das Geschäftsfeld zügiger zu entwickeln. Euroforum ist langjähriger Veranstaltungspartner der Verlagsgruppe Handelsblatt.

Schon bisher führt die Verlagsgruppe rund 200 Veranstaltungen pro Jahr durch, unter anderem mit Podiumsdiskussionen, Streitgesprächen, Debatten und Interviews, nach Philosophie des Hauses Qualitätsjournalismus „live auf der Bühne“. Oder wie es Gabor Steingart, Vorsitzender der Geschäftsführung und Herausgeber des Handelsblatts, im Pressestatement sagt: Bei der Verlagsgruppe „gibt es Journalismus in drei Darreichungsformen – auf Papier, digital und live“. Bei letzterem gehe es „um die Verbindung von Information und Inspiration“.

Die hauseigene Georg von Holtzbrinck-Schule für Wirtschaftsjournalismus soll „Live-Journalismus“ künftig auch als neuen Ausbildungszweig anbieten.

Zeitgleich gab die Verlagsgruppe Handelsblatt bekannt, dass sie in Handelsblatt Media Group umfirmiert. Der neue Name soll die Trends zu Innovation und Internationalisierung spiegeln. Man sei kein traditionelles Verlagshaus mehr, sondern „eine Mediengruppe neuen Typs, digital und experimentierfreudig“, heißt es dazu auf der Verlagsseite. Zudem wolle man das internationale Geschäft über den deutschsprachigen Raum hinaus erweitern.||

 

Ein Beitrag aus JOURNAL 4/17, dem Mitglieder- und Medienmagazin des DJV-NRW.

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Verlagsveröffentlichung - Branchenspecial

Aus- und Weiterbildung für Journalisten

Lebenslanges Lernen ist für Journalisten notwendiger denn je – denn kaum eine andere Branche ist derzeit so im Wandel wie der Journalismus. Der DJV-NRW hat aus diesem Grund bereits 2009 ein Bildungsreferat eingerichtet. Damit möchte der Landesverband den Markt der journalistischen Weiterbildung in Nordrhein-Westfalen transparenter machen: zum einen durch einen Überblick über aktuelle Angebote in NRW und zum anderen durch Impulse für neue Seminarthemen.

Die Arbeit des Referates gliedert sich in zwei Schwerpunkte: An erster Stelle steht die Kooperation des DJV-NRW mit Bildungsträgern in Nordrhein-Westfalen. Diese bieten DJV-Mitgliedern Seminare und Workshops zu vergünstigten Konditionen an (ein Überblick findet sich auf der folgenden Seite). Zweitens konzipiert das Bildungs-­referat auch eigene Seminare zu gewerkschaftlichen und berufsspezifischen Themen. „Der DJV-NRW versteht sich dabei ausdrücklich nicht als Konkurrenz zu den Bildungsträgern in Nordrhein-Westfalen“, sagt Bettina Blaß, Bildungsbeauftragte beim DJV-NRW. „Wir beobachten die Veränderungen und Tendenzen im Journalismus und bieten darauf zugeschnittene Seminare an, um unsere Mitglieder fit für die Zukunft zu machen“, erklärt sie.

Weitere Informationen:
Bildungsbeauftragte Bettina Blaß freut sich über Fragen und Anmerkungen zum Thema Weiterbildung.
Tel.: 0221 48535326
E-Mail: bettina.blass@djv-nrw.de

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